Die Vorgänger der Shortcarver waren eigentlich die Firngleiter (63 cm), dann der Big Foot und heute gibt es von allen Skifirmen Shortcarver mit circa 70 bis 100 cm Länge.
Shortcarving für den Normalverbraucher
Besonders in der Altersgruppe der 10- bis 15-jährigen gibt es sehr viele Shortcarver-Fans, aber auch Erwachsene finden ihren Spaß daran. Auch Ski-Rennfahrer haben inzwischen erkannt, dass Shortcarving eine optimale Trainingsergänzung bietet. Shortcarver sind geeignet für alle Pistenverhältnisse - weniger gut im Tiefschnee - und sehr vielseitig einsetzbar: Carven (optimales Gleichgewichtstraining für Skifahrer), Tricks, Sprünge, Halfpipe, Buckelpiste, etc.
Anfängerunterricht mit Shortcarvern
Shortcarver werden in Skischulen sogar schon im Anfänger-Unterricht eingesetzt. Vorteile der Shortcarver: Schnelles Lernen, geringe Verletzungsgefahr, kostengünstig, leicht zu transportieren, Bindungen einfach verstellbar für jedermann und ein geringer Serviceaufwand.
Shortcarving als Rennsport
Positive Aspekte: Entscheidend ist fast ausschließlich die Leistung des Athleten, bei dieser Skilänge - es gibt nur Serienproduktion, keine speziellen Renngeräte - es ist kaum eine Materialfrage. Neben den sportlichen Leistungen zählen vor allem Spaß, Kameradschaft und Fairness. Das Shorty-Lager ist wie eine große Familie.
Erste Shortcarver-Wettbewerbe
Firngleiter-Rennen gibt es schon seit 1960. Um dem aktuellen Trend zu folgen, wurden in der Saison 1999/2000 im ÖSV erstmals Shortcarver-Wettbewerbe eingeführt. 2001 wurden erstmals Österreichische Shortcarver-Meisterschaften ausgetragen und der Austria-Shortcarving-Cup durchgeführt.
ÖSV gibt Richtlinien vor
Der ÖSV gibt auch international die Richtlinien vor (Reglement, Punkteliste, Terminplanung). Gefahren werden hauptsächlich Vielseitigkeitswettbewerbe mit einer Mischung aus Slalom und Riesenslalom mit eingebauten Schanzen in einem Lauf auf Zeit, aber auch reine Slaloms. Das Reglement ist einfach - die Skilänge ist auf maximal einen Meter beschränkt - sonst gibt es keine Materialvorschriften.
Shorty-Wettbewerbe stehen allen Teilnehmern offen
Die Klasseneinteilung erfolgt in Schüler, Jugend und Allgemeine. Bei den meisten Wettbewerben – mit Ausnahme der Österreichischen Meisterschaften und der Europameisterschaften - ist jedermann startberechtigt. Man muss nicht Mitglied eines Shortcarver-Vereins sein, es kann auch ein gewöhnlicher Skiclub sein oder man muss gar keinem Verein oder Club angehören. Zahlreiche Skifahrer nützen so die Gelegenheit, bei Shorty-Wettbewerben mitzumachen.
"Wilde Rennen" mit nationaler und internationaler Teilnahme
Sehr populär war in den letzten Jahren die "Kneissl Shortcarver Challenge" (Nachtwettbewerbe), diese fällt in diesem Jahr allerdings leider aus. Fallweise gibt es auch "wilde Rennen" (nicht vom ÖSV durchgeführt) wie zum Beispiel Abfahrtsläufe mit Massenstart. Tirols Athleten mischen im Geschehen – national und international – ganz vorne mit, als Hochburg hervorzuheben wäre der FC Jenbach mit dem regierenden Europameister Ossi Seisl, sowie Arnold Steiner, Andreas Trojer und Bettina Schwarzlmüller. Im Nachwuchsbereich ist der SC Axams top.
Ziele
Auf Wettkampfebene wird Shortcarving sicher eine Randsportart bleiben, und vielleicht ist das auch gut so. Eine Weltmeisterschaft wird es in nächster Zeit nicht geben, da nur im Alpenraum Shortcarver-Wettbewerbe bekannt sind. Somit ist die Europameisterschaft das höchste, was ein Sportler gewinnen kann. Gerade aus dem Alpin-Lager stoßen immer wieder neue Gesichter zu diesem interessanten Sport dazu, und so besteht doch Hoffnung, dass die Anzahl der aktiven Vereine weiter steigt.
Weitere Infos gibt es beim DSV-Beauftragten für Shortcarving Michael Meier unter
oder 0178 / 29 28 661