DOSB/DSV: Erfolgsgeschichte "Grünes Band"/Kein Josef-Ertl-Nachwuchs-Preis mehr
DSV-Pressestelle am 08.02.2010 - 17:40 Uhr
"Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein" wird auch im 24. Jahr als bedeutendster Preis in der leistungssportlichen Nachwuchsförderung in den Vereinen wieder ausgeschrieben. Die Commerzbank hat den traditionsreichen Wettbewerb nach der Übernahme der Dresdner Bank in ihre Sponsoringaktivitäten integriert und wird ihn gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) weiterhin ausrichten.
Hochkarätige Botschafterinnen
"Das Grüne Band" startet mit frischem Schwung ins neue Jahr: Fußball-Rekordnationalspielerin Birgit Prinz und Hochsprungstar Ariane Friedrich konnten als hochkarätige Botschafterinnen gewonnen werden. Sie werden sich künftig für den Förderwettbewerb und die Nachwuchsförderung engagieren.
Ziele
Vor allem zwei Ziele verfolgen die Commerzbank und der DOSB mit dem "Grünen Band": "Wir wollen die Vereine ermutigen, ihre Jugendarbeit weiter auszubauen und Kinder und Jugendliche für den Leistungssport zu begeistern. Genauso wichtig ist uns aber auch, dass Erfolge nur mit fairen Mitteln erreicht werden", sagt Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank AG. "Wir möchten den Nachwuchs in den Vereinen zu Spitzenleistungen motivieren. Dabei ist uns wichtig, dass Fairplay und Teamgeist im Mittelpunkt stehen", betont DOSB-Generaldirektor Dr. Michael Vesper. "Das ist schließlich nicht nur Grundlage des Wettkampfsports, sondern auch ein wichtiges Wertefundament unserer Gesellschaft."
Bewährte Prämierungskriterien
Die Jury, zu der neben Hellmann und Vesper auch Dr. Dietrich Gerber, stellvertretender Vorsitzender im Präsidialausschuss Leistungssport des DOSB zählt, bekommt mit Armin Baumert, Vorsitzender der Nationalen-Anti-Doping-Agentur (NADA), einen weiteren sachkundigen Fachmann. Die Experten stützen ihre Entscheidungen auf standardisierte und bewährte Prämierungskriterien, die auf dem Nachwuchs-Leistungssport-Konzept des Deutschen Olympischen Sportbundes basieren.
Insgesamt 7,5 Millionen Euro
Durch die Initiative konnten bis heute rund 190.000 Kinder und Jugendliche in fast 1.500 Sportvereinen mit Fördergeldern in Höhe von insgesamt 7,5 Millionen Euro unterstützt werden - im deutschen Nachwuchssport einzigartige Zahlen.
50 Vereine oder Vereinsabteilungen
2010 können 50 Vereine oder Vereinsabteilungen aus den förderungswürdigen olympischen und nicht olympischen Spitzenverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes das "Grüne Band" erhalten. Voraussetzung für die Vereine ist, dass sie eine aktive Talentförderung für Jugendliche sowie aktive Dopingprävention betreiben. Ausgezeichnete Vereine erhalten eine Förderprämie für die Jugendarbeit in Höhe von 5.000 Euro.
Bewerbungsschluss 31. März
Vereine oder Vereinsabteilungen können bis zum 31. März 2010 bei ihrem Spitzenverband Bewerbungen einreichen. Die von der Jury ausgewählten Vereine werden auf einer Deutschlandtour in verschiedenen Städten ausgezeichnet.
Bewerbungsformulare und alle damit verbundenen Informationen sind im Internet unter www.dasgrueneband.com abrufbar. Alle weiteren Eckdaten und Einzelheiten der bundesweiten Prämierungstour werden ebenfalls über die Website sowie entsprechende Pressemitteilungen bekannt gegeben.
Kontakt
Deutscher Olympischer Sport Bund
Ressort Medien-, und Öffentlichkeitsarbeit
Markus Boecker
Telefon +49 69 6700-304
Commerzbank AG
Group Communications
Corporate Sponsoring
Dagmar Schlaeger
Telefon +49 69 263-84714
Quelle
DOSB-Pressemitteilung, 08.02.2010
DSV: Kein Josef-Ertl-Nachwuchs-Preis mehr
Trauriges Ende: Trotz Werbung gab es eine immer schwächere Beteiligung am Wettbewerb um den Josef-Ertl-Nachwuchs-Preis. Am Ende wurde in der einen Disziplin mangels Bewerbung gar kein Preis mehr vergeben, in der anderen Sparte der Preis an den einzigen Bewerber überhaupt vergeben - was zwar für den Bewerber schön, aber nicht im Sinne des Erfinders war.
Das DSV-Präsidium hat daher beschlossen, den Wettbewerb einzustellen und die frei werdenden Preisgelder künftig auf anderem Wege in die Nachwuchsarbeit fließen zu lassen. Der DSV wird darüber informieren, ob es dafür künftig Bewerbungsverfahren anderer Art gibt oder die Mittel direkt verteilt werden.
Für die Vereine, die eifrig alle fünf Jahre wieder dabei waren oder die wenigen, die unermüdlich Jahr für Jahr ihr Glück probiert haben, tut uns dies natürlich leid und wir danken all denen, die sich auf Vereinsebene mit ihren Bewerbungen immer wieder besondere Mühe gegeben haben.
Wir freuen uns nun natürlich umso mehr auf zahlreiche Bewerbungen für das "Grüne Band" und drücken den Vereinen jetzt schon die Daumen!