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Bitte zugreifen: Der Skistock als Rhythmus-, Gleichgewichts- und Antriebshilfe

22.02.2012 | 8:39 Uhr

Sich sicher aufrecht zu halten, ein paar Schritte im Schnee bergauf zu schieben oder nach einem Sturz wieder in die Senkrechte zu gelangen, ist auf dem Schnee für jeden Skifahrers und ohne Einsatz von Skistöcken gar nicht so einfach. Wenn zum Skifahren sonst echte Beinarbeit gefragt ist - um in Fahrt zu kommen oder Schwung zu holen, ist auch ein wenig Anschubkraft aus den Armen notwendig. Ein Paar Skistöcke gehören für den Wintersportler daher zur Ski- und Langlaufausrüstung unbedingt dazu. Wer sich nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen möchte, sollte immer darauf achten, nach dem richtigen Stock in der richtigen Länge, der richtigen Form und mit den benötigten Eigenschaften zu greifen. 

Gerade, gebogen, mit kleinem oder großen Teller 
Solange es nicht im High-Speed-Tempo wie beim Super-G und wettkampfmäßig in Richtung Tal geht, eignen sich für die meisten Skifahrer gerade Allround-Stöcke. Sie lassen sich vielfältig einsetzen, sowohl beim gemütlichen Fahren oder sportlichen Carven auf präparierten Pisten als auch auf Buckelpisten und im nicht-präparierten Gelände. Achten sollten Skifahrer allerdings auf die Größe der Teller ihrer Skistöcke. Gerade bei Freeride- oder Skitouren sind breitere Teller sinnvoll, die einen besseren Halt im weichen Tiefschnee ermöglichen. Auf präparierten Pisten sind eher kleinere Teller zu empfehlen, die weniger Gewicht haben und nicht so schnell hängen bleiben. 

Auch beim Skistock auf Nummer sicher gehen 
Damit sich Skistöcke weder bei geringeren, noch bei rasanteren Geschwindigkeiten zu gefährlichen Pfeilen entwickeln, sollten sie der DIN Norm 7331 entsprechen: Die Norm regelt unter anderem, dass der Stock bei einem Sturz ausknicken muss, ohne dabei zu brechen. Ebenso sollen sich die Schlaufen im Falle eines Sturzes oder beim Hängenbleiben öffnen bzw. von den Griffen am Skistock lösen. Einige Stöcke verfügen zudem über Klicksysteme, bei denen sich die Schlaufen bei bestimmten Zugkräften automatisch öffnen. So werden Verletzungen verhindert. 

Leicht und griffig: Skistock nach Maß 
Wie beim Ski, Skischuh und Helm, sollte auch der Skistock zum Skifahrer passen und die richtige Länge besitzen, damit das Gleichgewicht nicht verloren geht oder der Skistock ins Leere schwingt. Um herauszufinden, ob der Stock die richtige Länge besitzt, hält man diesen umgedreht und unterhalb des Tellers, so dass der Griff in Richtung Boden zeigt. Wenn Unter- und Oberarm einen 90° Winkel einnehmen, sobald der Griff den Boden berührt, hat der Stock die richtige Länge. 
Die Länge lässt sich auch berechnen. Dafür muss lediglich die Körpergröße mit dem Faktor 0,70 multipliziert werden. Längenverstellbare Skistöcke sind vor allem für Kinder und Skitourengeher sinnvoll. Sie schätzen ebenso wie Skifahrer den Komfort einiger Stöcke mit breiteren Auflageflächen an den Griffen, um die Handballen zu entlasten und nutzen die Auflage als Aufstiegshilfe. Alpinisten, die sportlich unterwegs sind, setzen hingegen eher auf Skistöcke mit geringerem Gewicht. Die meisten Skistöcke werden heutzutage aus leichtem, äußerst belastbaren Carbon hergestellt, das nicht so schnell bricht und zu stark einwirkende Kräfte im Falle eines Sturzes dadurch kompensiert, dass es sich verbiegt. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass nur Stöcke im Einsatz sind, die mit der DIN Norm 7884 gekennzeichnet sind. Wer zum Skifahren Skistöcke aus Aluminium besitzt, die sich nach einem Sturz verbogen haben, sollte diese unbedingt austauschen. Schnell können sie beim nächsten Sturz ganz durchbrechen und durch ihre spitzen und scharfen Kanten ein erhebliches Verletzungsrisiko darstellen. 

Mehr Länge für Loipenfans 
Liebhaber des nordischen Sports müssen vor allem ihre Technik ins Visier nehmen, wenn sie sich einen neuen Langlaufstock zulegen möchten. An ihr orientiert sich die Wahl der passenden Modelle, die heute überwiegend aus Glasfaser und Carbon hergestellt sind. Wer auf der Loipe eher zur klassischen bzw. Diagonaltechnik neigt, ist mit einem Stock unterwegs, der bis zur Schulter geht, über eine Auflage am Griff und einen größeren Teller verfügt. Für Skating-Fans sind Langlaufstöcke gedacht, die von Ihrer Länge in Augenhöhe liegen und über etwas kleinere Teller haben. Die optimale Länge lässt sich auch hier ganz leicht berechnen: Für Stöcke, die in der klassischen Langlauftechnik eingesetzt werden, gilt die Faustformel Körpergröße x 0,85. Langläufer, die auf Loipen die Skating-Technik anwenden, orientieren sich an der Faustformel Körpergröße x 0,90. 
Damit der Stock auf keinen Fall verloren geht, ist die Schlaufe am Griff gerade bei Langlauffans besonders wichtig und sollte immer individuell anpassbar sein. So wird verhindert, dass der Stock komplett aus der Hand gleitet, sobald diese geöffnet wird. 

Als DSV aktiv-Mitglied keine Sorge vor Skistockschaden 
Je hochwertiger das Material, desto kostspieliger sind Alpin- und Langlaufstöcke. Ärgerlich, wenn sie bei enormer Krafteinwirkung doch einmal brechen, beschädigt oder auch gestohlen werden. Auf der sicheren Seite sind DSV aktiv-Mitglieder, die über das Versicherungspaket CLASSIC PLUS oder Superschutz verfügen. Beide Versicherungen greifen sowohl bei Skistockschäden, als auch bei Diebstahl. 
Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Tel. 0 89/8 57 90-1 00 oder hier.


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