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ASU-Unfallanalyse 2005/2006

25.07.2006 | 17:21 Uhr

Die Skisaison 2005/06 bestätigt bezüglich der Verletzungen den rückläufigen Trend der letzten Jahre. Die Verletzungsquote war mit 10,5 je 1000 Skifahrer die niedrigste seit Beginn der ASU-Statistik. 
Nicht nur die Gesamtzahl der Verletzungen sank im Vergleich zu Vorsaison, sondern auch die Zahl der schweren Verletzungen, die einen stationären Krankenhausaufenthalt zur Folge hatten. Diese betrug in der aktuellen Berichtssaison 2,1 je 1000 Skifahrer. 

Die in verschiedenen Medien immer wieder diskutierte große Gefährlichkeit des Skifahrens auf technischem Schnee (Kunstschnee) scheint sich, betrachtet man die langfristigen Tendenzen, nicht zu bestätigen. Basis hierzu ist das seit Jahrzehnten eingehend untersuchte und in seiner Struktur stabile Kollektiv der DSV aktiv-Mitglieder. Dies erlaubt die Aussage, dass der vermehrte Einsatz von technischem Schnee in den vergangenen Jahren keinen nennenswerten Einfluss auf Zahl und Schweregrad der Verletzungen hatte bzw. dass der evtl. vorhandene Einfluss durch andere Faktoren (wie z.B. verbessertes bzw. verändertes Material) kompensiert wurde. 
Die Verletzungslokalisation wies in den letzten Jahren eine Verschiebung von der unteren Extremität hin zu den Bereichen Schulter/Oberarm und Rumpf/Hüfte/Oberschenkel auf. Diese setzte sich auch in der aktuellen Berichtssaison fort. 

Kollisionsunfälle gingen im Vergleich zur Vorsaison leicht zurück. Seit Beginn der ASU-Statistik bis 1995 hat sich ihre Anzahl nahezu halbiert und seitdem mit leichten Schwankungen auf diesem Niveau stabilisiert. 

Anhand von Daten der Saisons 2002/03 bis 2004/05 zeigt der letzte Teil des vorliegenden Berichtes u. A. Ursachen für Knieverletzungen auf. Die Mehrzahl der Knieverletzungen kam durch Stürze während der Fahrt ohne Beteiligung anderer Skifahrer zustande. 


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