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ASU-Unfallanalyse - Zahlen und Trends der Saison 2015/2016

13.12.2016 | 10:30 Uhr

Mehr verletzte deutsche Skifahrer/innen

Die Zahl der verletzten Skifahrer/innen steigt in der Saison 2015/16 hochgerechnet auf etwa 41.000 bis 42.000. Einbezogen in die Analyse wurden deutsche Skifahrer/innen, die nach einem Skiunfall ärztlich behandelt werden mussten. Im Vergleich zur Basissaison 1979/80 beträgt der Rück­gang dennoch insgesamt fast 59 Prozentpunkte. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Unfallzahlen nach den historisch niedrigen Werten der Vorsaison nun in etwa wieder auf das Niveau der Saison 2013/14 zurückgekehrt sind.

Anstieg bei den stationär behandelten Skifahrer/innen

Auch die hochgerechnete Zahl der nach einem Skiunfall stationär behandelten Skifahrer/innen steigt im Vergleich zur Vorsaison und beträgt 7.100 bis 7.300. Von 1.000 Skifahrer/innen mussten in der Saison 1,71 nach einem Skiunfall stationär behandelt werden. In der Saison 2014/15 waren dies noch 1,56 je 1.000.

Wiederum Anstieg bei den Kopfverletzungen – weniger Knieverletzungen

Das Risiko für Verletzungen des Kopfes (wobei dies wie gewohnt auch Verletzungen im Gesicht mit einschließt) erhöht sich in der Saison 2015/16 auf 1,32 je 1.000 Skifahrer/innen nochmals leicht. Hingegen sinkt das Risiko für Schulter- und auch Knieverletzungen im Vergleich zur Vorsaison deutlich, wobei hier nicht von einem Trend ausgegangen werden kann. Nach wie vor ist gerade bei den Skifahrerinnen der Anteil der Knieverletzungen mit über 43% dramatisch hoch.

Zahl der Kollisionsunfälle sinkt leicht

Obwohl das Risiko für einen Kollisionsunfall nochmals leicht auf 1,13 je 1.000 Skifahrer/innen sinkt, kann festgestellt werden, dass über 15% aller Verletzungen durch Kollisionen verursacht werden. Es besteht also nach wie vor Handlungsbedarf, um das Risiko für Kollisionen auf der Piste nachhaltig zu reduzieren.

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