Was Skifahrer im Sommer machen - Interview mit DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier

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Während die meisten Freizeitskifahrer im Sommer eher an Strandurlaub, als ans Skifahren denken, steht für die Profis der DSV-Nationalmannschaften die Vorbereitung auf den kommenden Winter im Fokus. DSV-Sportdirektor Alpin Wolfgang Maier erläutert im Kurz-Interview mit DSV aktiv, was die Alpin-Asse um Felix Neureuther und Viktoria Rebensburg im Sommer machen.

DSV aktiv: Das Weltcup-Finale in Are liegt jetzt fast fünf Monate zurück, die kommende Saison startet Ende Oktober in Sölden. Was machen die DSV-Athletinnen und -Athleten in der Zwischenzeit?

Wolfgang Maier: "Nach dem Weltcup-Finale stehen für die Athleten erst einmal noch die Entscheidungen um die nationalen Titel auf dem Programm. Die Zoll-, Bundespolizei- und Bundeswehrsportler gehen zudem auf internationaler Ebene bei den Zoll- beziehungsweise bei den Militärmeisterschaften an den Start. So geht die Wettkampfsaison bis Anfang/Mitte April. Im Anschluss daran werden dann die in der Regel sehr guten Schneebedingungen auf den Gletschern genutzt, um intensive Materialtest durchzuführen.

DSV aktiv: Wann beginnt für die Athleten die Vorbereitung auf die kommende Saison?

Maier: "Parallel zu den Materialtests - die ja auch schon Teil der Saisonvorbereitung sind - beginnt im Mai das Konditionstraining. Dabei steht vor allem die Weiterentwicklung der individuellen Athletik eines jeden Sportlers auf dem Programm. Gekoppelt sind diese Programme mit spezifischen Trainingsinhalten, um neben der Entwicklung von Kraft und Ausdauer auch Beweglichkeit, Koordination und Gleichgewicht zu schulen. In diesen Vorbereitungsphasen arbeiten die Aktiven täglich fünf bis sieben Stunden an ihrem Formaufbau. Den Großteil dieses Trainings absolvieren die Sportler an ihren jeweiligen Bundesstützpunkten, es stehen zudem auch einige zentrale Konditionslehrgänge auf dem Programm."

DSV aktiv: Das klingt nach einem Fulltime-Job! Wann bleibt für die Athleten Zeit zur Erholung?

Maier: "Da der überwiegende Teil unserer Aktiven bei Zoll, Bundespolizei oder Bundeswehr angestellt ist, haben sie neben dem Training auch Verpflichtungen gegenüber ihren Arbeitgebern zu erfüllen. Dazu gehört auch, in der wettkampffreien Zeit Lehrgänge und Prüfungen der jeweiligen Behörden zu absolvieren. Zeit für Urlaub ist für ganz viele Aktive speziell aus den Lehrgangskader I b daher erst im Juni. Während des Urlaubs können die Aktiven dafür aber auch komplett abschalten, sich erholen und vor allem den Kopf für die anstehenden Aufgaben frei bekommen. Von sportlichen Aktivitäten können die meisten zwar auch während des Urlaubs nicht lassen - dabei stehen dann aber Spaß und Abwechslung im Vordergrund."

DSV aktiv: Das klassische Schneetraining ist im Sommer ja nur sehr eingeschränkt möglich. Wieviel Zeit verbringen die Athletinnen und Athleten in der Saisonvorbereitung auf Ski?

Maier: "Auch wenn die Entwicklung der Athletik während des Sommers eine enorme Bedeutung für die Wettkampfleistung der Aktiven hat, sind sie doch in erster Linie Skifahrer. Dementsprechend versuchen wir natürlich, soviel wie möglich auf Schnee zu trainieren. Neben den Materialtests wird deswegen bis in den Juni hinein auch auf Schnee trainiert. Ab Mitte Juli geht's für viele Teams dann wieder auf die europäischen Gletscher. Zudem nutzen die Top-Teams im August und September die winterlichen Verhältnisse in der südlichen Hemisphäre. Dort herrschen zu diesem Zeitpunkt optimale Bedingungen. Die Teams absolvieren daher meist einen drei- bis vierwöchigen Schneelehrgang in Neuseeland oder Argentinien für die technischen Disziplinen, für die Speedfahrer geht´s nach Chile. Ab Mitte September wird dann bis zum Weltcup-Auftakt in Sölden wieder auf den europäischen Gletschern trainiert."

DSV aktiv: Vielen Dank für das Gespräch!


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