Ein Vorbild-Projekt: die SIS Behinderten-Skifreizeiten

30.03.2016 | 10:00 Uhr

Mit den SIS Behinderten-Skifreizeiten ermöglichen die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) und die DSV-Skiwacht körperlich und geistig beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen eine unvergessliche Erlebniswoche im Schnee. Weit weg von ihrem oftmals schwierigen Alltag wartet beim gemeinsamen Langlaufen, Snowtubing, Schneeballwerfen oder Fackelwandern ein abwechslungsreiches Programm aus Sport und Spiel.

Was wird organisiert?
Bei den SIS Behinderten-Skifreizeiten werden den Kindern und Jugendlichen, deren Alltag mit vielen Entbehrungen verbunden ist, zehn Tage Spaß und Action geboten. Ob geh- oder sehbehindert, blind oder geistig beeinträchtigt – alle Teilnehmer sind gleich und werden behutsam und spielerisch an den Wintersport herangeführt. Inklusive Action, die die Herzen höher schlagen lässt: Sei es bei rasantem Tempo beim Snowtubing, bei Langlaufkursen oder Schneeballschlachten.

Welche Idee steckt dahinter?

Im täglichen Leben haben es die Teilnehmer der Skifreizeiten meist nicht leicht. Umso mehr ist es der Stiftung ein Anliegen, ihnen einige unbeschwerte Stunden zu ermöglichen. Die Erlebnisse schweißen zusammen, verbinden und lassen Freundschaften entstehen. Gemeinsam Neues entdecken, über die eigenen Grenzen hinausgehen und Herausforderungen meistern – das lässt die Kinder über sich hinauswachsen. Bei gemütlichen Hüttenabenden, nächtlichen Fackelwanderungen oder gemeinsamen Schwimmbadbesuchen stehen das Kennenlernen und Austauschen im Mittelpunkt.

Wer nimmt teil?
Alljährlich sind in den beiden Freizeiten jeweils 50 zehn- bis 18-jährige körperlich oder geistig beeinträchtigte Kinder und Jugendliche aus fünf Schulen mit dabei. In einem Turnus von zwei bis drei Jahren erleben so Kinder von insgesamt fast 30 Schulen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen einen unvergesslichen Winterurlaub. Die Organisatoren bemühen sich, vor allem Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen mitzunehmen. Auch Rollstuhlfahrer werden ganz selbstverständlich in alle Aktivitäten eingebunden. Für sie gibt es vor Ort Langlaufschlitten, auf denen sie mit Hilfe von Stöcken durch die Loipe gleiten können. Sehbehinderte und blinde Teilnehmer werden von einem persönlichen Guide begleitet, der sie über Anstiege und Abfahrten oder durch Kurven führt.

Wo geht’s hin?

Für die SIS Behinderten-Skifreizeiten geht’s alljährlich ins Ferien- und Bildungszentrum nach Siegsdorf in Oberbayern. Von Siegsdorf aus ging es auch heuer wieder zum Biathlon-Weltcup nach Ruhpolding – ein ganz besonderes Highlight. Dank der Unterstützung der Gemeinde Ruhpolding war der Besuch in der Chiemgau-Arena für die Teilnehmer kostenfrei. Die Gemeinde Reit im Winkl sorgte für kostenlose Parkplätze und eine extra für das Abschlussrennen gespurte Loipe.

Wer engagiert sich?
Bereits seit über 30 Jahren widmet sich die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) körperlich und geistig beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen. Die Organisation und Abwicklung vor Ort übernimmt die DSV-Skiwacht. Martin Raab ist verantwortlicher Organisator der Skiwochen und seit 29 Jahren dabei! Für den Leiter beider Kurse gibt es nichts Schöneres, als den im Leben bereits schwer getroffenen Jugendlichen eine unvergessliche Urlaubswoche zu schenken: Die strahlenden Augen und das herzliche Lachen kann man mit keinem Geld der Welt bezahlen! Für die Betreuer und Helfer sind es genauso besondere Tage wie für die Teilnehmer selbst.

Wer unterstützt das Projekt?

Neben den Gemeinden werden die Skifreizeiten auch von vielen privaten Spendern und Ausrüsterfirmen unterstützt, die Sachpreise, Sportmaterial und Winterbekleidung finanzieren oder zur Verfügung stellen. Die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ selbst steckt jährlich über 50.000 Euro in die Freizeiten. Den Unkostenbeitrag von fünf Euro pro Tag können sich manche Familien nicht leisten. Die Kosten werden dann ebenfalls von Spendern übernommen.
Bei der Abschluss-Siegerehrung gibt es keine Verlierer oder Gewinner – jeder soll als Sieger wieder nach Hause fahren, bekommt eine Urkunde, eine Medaille und hochwertige Preise. „Für viele ist das wie Ostern und Weihnachten zusammen“, schwärmt Martin Raab.
Jeder, der etwas Gutes tun und das Projekt unterstützen möchte, kann dies mit einer eigenen Spende machen. Näheres finden Interessierte im Internet unter www.ski-online.de/sis Navigationspunkt SIS Behinderten-Skifreizeiten.


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