Orientierungshilfe: Pistenmarkierung und -beschilderung im Skigebiet

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Blaue, Rote und Schwarze Pisten, kilometerlange Abfahrten mit unterschiedlichen Namen und Nummerierungen, die in alle Himmelsrichtungen führen - wer zu einem Wintersporttag in die Berge aufbricht, sollte sich vorher etwas Orientierung verschaffen. Denn auf den Gipfel hinauf zu kommen, ist eine Sache, sicher wieder hinunter die andere. Pistenmarkierungen und -beschilderungen helfen, im Skigebiet den Überblick zu behalten. Ein handlicher Pistenplan, der in jede Jackentasche passt, oder die großen Panoramatafeln an den Liftstationen bieten die wichtigsten Informationen auf einen Blick. In allen Skigebieten gilt: Blaue Pisten sind realtiv flach, leicht zu befahren und für Anfänger und Wieder-Einsteiger geeignet. Sie dürfen ein Maximalgefälle von 25 Prozent nicht überschreiten. In einigen Skigebieten dienen außerdem Grüne Pisten als Übungshänge, die vor allem von Skischulen genutzt werden und noch etwas flacher sind. An mittelschwere Rote und steile Schwarze Pisten sollten sich ausschließlich Geübte und Profis heranwagen. Mit einem Längs- und Quergefälle von bis zu 40 Prozent sind Rote Pisten vor allem für temporeichere Abfahrten und gute Skifahrer geeignet. Schwarze Pisten sollten nur von sehr guten Skifahrern befahren werden. Die Orientierung erleichtern auch Wegweiser, die in der Nähe der Liftanlagen und Bergstationen aufgestellt sind. Über eine vorbildliche Beschilderung verfügen Skigebiete, die mit dem "Prädikat Geprüftes Skigebiet" (PGS) ausgezeichnet sind.  Das Prädikat wird seit 2010 von der "Stiftung Sicherheit im Skisport" (SiS) und dem Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) an Skigebiete in Deutschland vergeben, die im Bereich Sicherheitsmaßnahmen und Pistenorganisation alles tun, um den Skitag zum Genuss werden zu lassen. Hier finden sich neben Pistenleitsystem, Pistenplänen und Panoramatafeln an den Pistenrändern der Abfahrten alle 200 Meter zusätzliche Hinweisschilder in blau, rot oder schwarz, die mit der Nummer der Abfahrt aus dem Pistenplan gekennzeichnet sind.

Pistenplan und Panoramatafeln: Alles auf einen Blick

In die Jackentaschen der Wintersportler gehört stets ein Pistenplan, in dem sämtliche Abfahrten eingetragen und auch farbig markiert sind. Auf einen Blick wird so klar, mit welchem Schwierigkeitsgrad und mit welcher Hangneigung man auf der Abfahrt rechnen muss. In allen Skigebieten von Deutschland bis Österreich, von der Schweiz bis nach Südtirol und darüber hinaus gilt: Blaue Pisten sind relativ flach und leicht zu befahren und somit für Einsteiger geeignet. An mittelschwere Rote und steile Schwarze Pisten sollten sich ausschließlich Geübte und Profis heranwagen. Einen Überblick bieten zudem die großen Panoramatafeln, die an den Hauptkassen der Skigebiete zu finden sind. Skifahrer und Snowboarder entscheiden sich daher am besten schon im Tal, also bevor es mit der Bergbahn hinauf auf den Gipfel geht, für eine Route, die dem eigenen Fahrkönnen entspricht.

Von leicht bis schwer: Blaue, Rote und Schwarze Pisten sorgen für sicheren Fahrspaß

Wer die ersten Fahrversuche auf Ski und Snowboard vor sich hat, hält sich auf den leichten Abfahrten auf, die blau markiert sind. Auf den kinder-, familien- und anfängerfreundlichen Hängen mit relativ geringem Gefälle finden sich große und kleine Wintersportler schnell zurecht. Sie sind perfekt für all diejenigen, die das erste Mal auf einem Brett oder zwei Ski stehen, noch an ihrer Fahrtechnik feilen und nicht ganz so schnell unterwegs sein möchten. Blaue Pisten dürfen maximal 25 Prozent Längs- und Quergefälle nicht überschreiten. In einigen Skigebieten dienen Grüne Pisten als Übungshänge für die ersten Rutschmanöver. Sie werden vor allem von Skischulen genutzt und sind noch etwas flacher. Auch wer Schwünge schon sicher einleiten, seine Kurven souverän ziehen und gleichzeitig anderen Skifahrern ausweichen kann, sollte zunächst die Blauen Pisten in Angriff nehmen, um sich dort einzufahren. Erst dann geht es mit dem Lift oder der Bergbahn hinauf zu einer mittelschweren und steileren Roten Piste. Wintersportler, die sich an eine solche Abfahrt heranwagen, sollten sich klar darüber sein, dass diese Strecken deutlich mehr Kraft abverlangen und einiges an skifahrerischem Können voraussetzen. Mit einem Längs- und Quergefälle von bis zu 40 Prozent sind Rote Pisten vor allem für temporeichere Abfahrten und gute Skifahrer geeignet, die ihre Geschwindigkeit im richtigen Moment mühelos drosseln können. Viele Skigebiete verfügen zudem über Schwarze Pisten, die nur von sehr guten Skifahrern befahren werden sollten. Die Hänge sind deutlich steiler, die eine oder andere Buckelpiste lässt das Adrenalin in die Höhe schnellen. Ganz gleich, ob Blaue, Rote oder Schwarze Piste: Sobald eine Abfahrt farblich gekennzeichnet ist, können sich Skifahrer und Snowboarder sicher sein, dass die Abfahrten laufend kontrolliert, präpariert und vor Lawinen gesichert sind.

Gewusst wo: Pistenleitsystem bietet Orientierung vor Ort

Auch in den Skigebieten selbst gilt es, die Übersicht zu bewahren, um nicht versehentlich auf einer falschen, möglicherweise viel zu anspruchsvollen Piste zu landen. Bei den zahlreichen Abfahrtsvarianten und Pistenkilometern, die sich rund um die Gipfel bieten, ist das manchmal gar nicht so einfach. Nur allzu schnell verliert man aus den Augen, woher man eigentlich gekommen ist und wo man am Ende des Skitages wieder ankommen möchte. Neben den Pistenplänen und Panoramatafeln erleichtern auch Wegweiser, die in der Nähe der Liftanlagen und Bergstationen aufgestellt sind, die Orientierung. Richtungsweisende Schilder an Kreuzungen, an denen sich Pisten in verschiedene Richtungen gabeln, geben ebenfalls einen Überblick zum aktuellen Standort. Bevor Skifahrer und Snowboarder in eine Piste einfahren, können sie sich mit Hilfe der Schilder und Tafeln vergewissern, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden. Besonders aufmerksam sollte man die Pistenleitsysteme studieren, die den jeweiligen Schwierigkeitsgrad einer Abfahrt kennzeichnen und so vermeiden, dass Skifahrer und Snowboarder zu spät bemerken, dass sie sich auf einer zu schwierigen Piste aufhalten.

Vorbildliche Beschilderung in "PGS-Skigebieten"

Über eine vorbildliche Beschilderung verfügen Skigebiete, die mit dem "Prädikat Geprüftes Skigebiet" (PGS) ausgezeichnet sind. Das "Prädikat Geprüftes Skigebiet" (PGS) wird seit 2010 von der "Stiftung Sicherheit im Skisport" (SIS) und dem Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) an Skigebiete in Deutschland vergeben. Wer sich für ein zertifiziertes Skigebiet entscheidet, kann darauf vertrauen, dass im Bereich der Pistenorganisation und Sicherheitsmaßnahmen alles getan wurde, um den Skitag zum Genuss werden zu lassen. Und dazu gehören auch Pistenleitsystem, Pistenpläne, Panoramatafeln, Pistennummerierungen und die Klassifizierung der Pisten. So gibt es in den zertifizierten Skigebieten zusätzliche Hinweisschilder in blau, rot oder schwarz, die sich an den Pistenrändern der Abfahrten finden. Alle 200 Meter können Skifahrer auf diese Weise überprüfen, auf welcher Piste sie momentan unterwegs sind. Die Schilder sind zusätzlich mit der Nummer der Abfahrt gekennzeichnet, die auch im Pistenplan aufgeführt ist.

24 zertifizierte Skigebiete in Deutschland

In den acht Jahren seit Einführung des Prädikats "Geprüftes Skigebiet" wurden viele große und kleinere Skigebiete in Deutschland zertifiziert. Erst kürzlich wurde das Prädikat "Geprüftes Skigebiet" an die Pisten der Alpenbahnen Spitzingsee vergeben. Damit verfügen nun insgesamt folgenden 24 Skigebiete in Deutschland über das Prädikat "Geprüftes Skigebiet": Alpenbahnen Spitzingsee, Arber, Oberjoch, Belchen, Bolsterlang, Feldberg, Fellhorn/Kanzelwand, Garmisch Classic, Götschen, Haldenköpfle, Hochfelln, Hohenbogen, Hündle, Jenner, Nebelhorn, Nesselwang, Imbergbahn Oberstaufen, Pisten der Brauneck-Bergbahn GmbH, Rossfeld, Schöneck, Skihalle Neuss, Söllereck, Todtnauberg und Zugspitze.

Mit DSV aktiv-Skiversicherungen immer auf der sicheren Seite

Ob Blaue, Rote oder Schwarze Piste - ein Sturz lässt sich manchmal nicht verhindern. Schnelle Hilfe bietet dann die DSV aktiv-Mitgliedschaft inklusive Skiversicherung. Sie springt auch bei Schäden an Ski, Snowboard und Skihelm ein. Mehr Informationen dazu finden Interessierte hier.


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Bei den meisten Beschädigungen ihrer neuen Ski (z. B. Kantenriss, Stauchung) handelt es sich nicht um Garantiefälle. Lieber gleich auf Nummer sicher gehen. Mit den DSV-Skiversicherungen sind alle eigenen und gewerblich gemieteten Ski versichert.