Das Sicherheitsdenken hat sich auch im Skisport endgültig durchgesetzt. Das zeigt nicht zuletzt eine Umsatzsteigerung von neun Prozent im Protektoren-Verkauf. Ein Zuwachs konnte auch im Handel individuell angepasster Produkte, wie etwa angepasster Einlegesohlen, verzeichnet werden. Zwar zeigt der Helm-Verkauf Umsatzrückgänge (8%) auf. Bei den entsprechenden Zahlen spielen aber die starken Umsätze der vergangenen beiden Jahre eine Rolle.

Bei der Jahres-Arbeitstagung der DSV-Familie, die aktuell im oberbayerischen Rottach stattfindet, steht bei diversen Tagungen unter anderem auch das Thema Sicherheit im Skisport im Fokus. Für wie wichtig Skisportler Sicherheitsaspekte im Wintersport halten, hängt zu einem großen Teil von der Kommunikation der Branche-Vertreter ab. Die großen Sicherheitskampagnen und Werbeaktionen von DSV aktiv, der „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) und den Einkaufsverbänden haben dazu geführt, dass sich das Sicherheitsdenken in den vergangenen Jahren stark und vor allem schnell durchgesetzt hat.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Das gilt für die Experten aus dem Haus des Ski genauso wie für den Sportfachhandel. Denn welchen Blick der Endverbraucher auf den Skisport hat, wird in erster Linie mitbestimmt durch das, was ihm im Sportgeschäft und durch die Presse mit auf den Weg gegeben wird: Skisport als Ganzjahressport, um den Körper für den Wintersport fit zu halten? Motivation zum Rennradeln, Wandern oder Klettern im Sommer? Helme und Protektoren als wichtige Schutzausrüstung? Aber ja! Und das mit positiven Effekten sowohl für den Sportfachhandel (Umsatzsteigerung, wachsende Kundenzufriedenheit, Wettbewerbsvorteil vor dem Online-Handel) als auch für den Skisportler selbst (Risikominimierung, authentische Beratung aus erster Hand, Sporterlebnis und Fitness das gesamte Jahr über).

Kommunikation: Start in die Offensive

Mit zahlreichen Aktionen, Kooperationen, Meldungen und Interviews haben DSV aktiv und die „Stiftung Sicherheit im Skisport“ (SIS) einen großen und positiven Anteil am Sicherheitsdenken sowie an der Steigerung der Umsätze sicherheitsrelevanter Sportartikel beigetragen. Beide propagieren seit Jahren wichtige Maßnahmen, wie jeder einzelne die Sicherheit im Skisport erhöhen kann. Sei es durch die korrekte Bindungseinstellung durch den Fachhändler, durch regelmäßigen Skiservice, durch die optimale Schutzausrüstung oder das eigene Verhalten.

Von Tests über Verbraucher-Information bis zur Fachverkäufer-Schulung

Speziell das Thema Schutzausrüstung stand zuletzt im Fokus der DSV aktiv-Maßnahmen. Mit einer großen Protektoren- und Helmkampagne wurde auf den positiven Nutzen dieser Ausrüstungsgegenstände hingewiesen. Sie waren auch Gegenstand von unabhängigen Tests, um Endverbraucher neutral und umfassend zu informieren und zu beraten - ebenso wie die Testgegenstände Skibrillen, Skischuhe und Ski. Die Aufklärung und Beratung von Skisportlern in Sachen Sicherheit ist das Ziel. Sei es im Rahmen der DSV aktiv Safety Days, bei denen jeder Wintersportler kostenfrei anhand von vier Praxis-Stationen eigene Erfahrungen sammeln kann. Oder durch eine Vielzahl von praxisnahen Tipps und Tricks, die über die Presse (Newsletter-Dienst) und das World Wide Web an den Endverbraucher herangetragen werden.
Noch bevor die ersten Flocken fallen, geht es für DSV-Sicherheitsexperte Andreas König außerdem in Sportfachgeschäfte in ganz Deutschland, um die Fachverkäufer in Bezug auf die hohen Sicherheitsstandards und technische Weiterentwicklungen zu schulen. Über eine Kooperation mit dem Partnersportfachhändler INTERSPORT konnten im vierten Jahr in Folge hunderte kostenfreier Skiversicherungen beim Verkauf bestimmter Skisets an den Kunden weitergegeben werden. Denn sicher ist sicher: Im Falle von Skiunfällen, etwa inklusive teurer Hubschrauberbergung, Skiklau oder -beschädigung schützt eine DSV-Skiversicherung vor hohen Kosten und sorgt für eine optimale Verletztenversorgung und schnellen Materialersatz.

Dass DSV aktiv und die SIS diese Maßnahmen mit Erfolg umsetzen, zeigen unter anderem die sinkenden Unfallzahlen in der entsprechenden Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU). Das Sicherheitsbewusstsein in der Gesellschaft ist gestiegen – und das bekommen wir alle positiv zu spüren: durch eine konstant sehr niedrige Verletzungsquote, eine Helmtragequote von 93 Prozent und eine Umsatzsteigerung im Bereich der Protektoren.


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