Skiausrüstung aus zweiter Hand: Wann und für wen macht das Sinn?

Gebraucht kaufen ist in! Warum also nicht auch für den Skiurlaub nach der Ausrüstung auf dem Gebrauchtmarkt schauen? Es macht Sinn, die Skiausrüstung der Kinder gebraucht zu kaufen. Doch Achtung: Die Laufflächen und der Belag müssen kratzer- und beschädigungsfrei sein! Bedenklich wird der Second-Hand-Kauf bei zu alten Modellen. Nach acht bis zehn Jahren kann der Weichmacher aus dem Kunststoffgehäuse der Bindung entweichen. Das kann zu einem Gehäusebruch während des Skifahrens führen. Der Gang zum Sportfachhandel für die Bindungseinstellung und den Skiservice ist nach einem Gebraucht-Kauf in jedem Fall unerlässlich.
Ist die Ausrüstung erst ein bis zwei Jahre alt, ist ein Gebraucht-Kauf auch für Erwachsene kein Problem. Von älteren Modellen allerdings lieber die Finger lassen! Ein Erwachsener beansprucht die Ski deutlich mehr als ein Kind. Die Ausrüstung ermüdet schneller.
Ein ausgezeichnetes Angebot vieler Sportfachhändler sind Kinderski-Tauschsysteme. Dabei kaufen Eltern für ihre Kinder ein neues Paar Ski und können die Ausrüstung dann gegen ein geringes Serviceentgelt bis zu drei Mal tauschen. Die Vorteile: Die Kinder fahren immer die passende Skilänge und die richtige Bindungseinstellung und profitieren von optimalem Material (gewachste Beläge und geschliffene Kanten).
Für die weitere Ausrüstung gilt: Schutzausrüstung gebraucht kaufen? Klares nein! Aufgetragene Skischuhe für Kinder: ja. Für Jugendliche und Erwachsene: eher nein. Die Kunststoffschale ist dem Alterungs- und Abnutzungsprozess stark ausgesetzt. Was die Kleidung betrifft, können Skihose und -anorak ohne Probleme gebraucht gekauft werden.

Skiausrüstung für Kinder: Daumen hoch für Second-Hand

Ganz klar: Es macht Sinn, die Skiausrüstung der Kleinsten gebraucht zu kaufen! Die ersten Erfahrungen auf der Piste beschränken sich meist auf einige wenige Skitage im Winter. Die Skier werden also nicht stark genutzt. Dazu kommt, dass Kinder schnell wachsen und ein Modell meist nur eine Saison passt. Basare und Tauschbörsen bieten hier die ideale Möglichkeit, nach gut erhaltenen Gebraucht-Artikeln zu stöbern – wer nicht ohnehin die Ski aus dem Familien- oder Freundeskreis "erbt".
Doch Achtung - was für Erwachsene gilt, gilt auch für Kinder: Die Laufflächen und die Kanten müssen kratzer- und beschädigungsfrei sein! Denn mit gut gleitenden Ski mit ausreichendem Kantengriff fahren auch die Kleinen kräfteschonender und werden mit schnellerem Lernerfolg belohnt. Beachtet werden sollte, dass bereits stark abgeschliffene Kanten mitunter nicht mehr nachgeschliffen werden können.
Bedenklich wird der Second-Hand-Kauf bei zu alten Modellen. Von Ski und insbesondere von Bindungen, die acht bis zehn Jahre auf dem Buckel haben, sollte man die Finger lassen. Nicht nur aufgrund des geringeren Fahrspaßes, sondern vor allem aufgrund der Sicherheit: Denn mit der Zeit entweicht der Weichmacher aus dem Kunststoffgehäuse der Bindung, der Kunststoff wir spröde. Das kann zu einem Gehäusebruch während des Skifahrens führen.

Gebraucht gekauft? Ab zum Sportfachhandel!

Wie gut es auch ist, beim Kauf ein paar Euro zu sparen, die Sicherheit der Ausrüstung sollte immer im Fokus stehen! Der Gang zum Sportfachhandel für die Bindungseinstellung und den Skiservice ist deswegen unerlässlich. Nur die Experten können mit einem elektronischen Prüfgerät kontrollieren, ob die Bindung richtig funktioniert. Außerdem benötigen  Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeweils spezielle Bindungen, die sich durch den jeweiligen Einstellungsbereich unterscheiden. Damit ermöglichen es die Hersteller, den individuell notwendigen Auslöselwert der Bindung einstellen zu können. Nur der Fachhandel kann richtig beurteilen, ob die jeweilige Bindung die passende ist.

Kinderski-Tauschsysteme und Co: Spezielle Angebote auf dem Markt

Der Sportfachhandel hat die möglichen Sicherheitslücken auf dem Gebraucht-Markt erkannt und leistet Hilfestellungen für die Sicherheit der Nutzer, insbesondere der Kinder. Mittlerweile finden immer mehr (Kindergarten-)Basare und Tauschbörsen in Kooperation mit dem Sportfachhandel statt. Die Experten beraten die Käufer und beurteilen das Material – und ermöglichen so einen sorgenfreien Second-Hand-Kauf. Ein weiteres ausgezeichnetes Angebot vieler Sportfachhändler sind Kinderski-Tauschsysteme. Dabei kaufen Eltern für ihre Kinder ein neues Paar Ski und können die Ausrüstung dann gegen ein geringes Serviceentgelt bis zu drei Mal tauschen. Die Vorteile: Die Kinder fahren immer die passende Skilänge und die richtige Bindungseinstellung und profitieren von optimalem Material (gewachste Beläge und geschliffene Kanten). Die Ausrüstung ist ab dem ersten Tausch gebraucht, aber vom Servicefachhandel gründlich gecheckt.
Bedenkt man, dass zum Preis auf dem Second-Hand-Markt noch die Kosten für die Bindungseinstellung und den professionellen Service dazuzurechnen sind, machen die Tauschsysteme beim Sportfachhandel auch preislich Sinn!

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Gebrauchte Ski: auch für Erwachsene sinnvoll?

Ist die Ausrüstung erst ein bis zwei Jahre alt, ist ein Gebraucht-Kauf auch für Erwachsene kein Problem – unter den gleichen Bedingungen wie bei der Kinder-Ausrüstung. Von älteren Modellen allerdings lieber die Finger lassen! Ein Erwachsener beansprucht die Ski deutlich mehr als ein Kind. Die Ausrüstung ermüdet schneller. Wer nicht weiß, wer den Ski schon in welcher Intensität genutzt hat, kann auch nicht wissen, wie stark die Ausrüstung tatsächlich schon abgenutzt ist. Wenn es Second-Hand sein soll, dann also bitte unbedingt nur im Bekanntenkreis oder über den Sportfachhandel.

Gebrauchte Skischuhe: nicht nur eine Hygiene-Frage

Was die Skischuhe betrifft, macht ein Gebraucht-Kauf für Kinder Sinn. Denn ähnlich wie bei den Ski halten auch die Skischuhe aufgrund des schnellen Wachstums meist nur eine Saison. Umso "jünger" die Modelle sind, desto besser! Zum einen hat sich in der Technologie und damit im Tragekomfort einiges getan, zum anderen ist die Kunststoffschale dem Alterungs- und Abnutzungsprozess stark ausgesetzt. Ausschlaggebend für die Funktion der Bindung ist die Beschaffenheit der Schuhsohle. Wenn diese stark abgelaufen ist, kann keine optimale Kraftübertragung zur Bindung stattfinden. Achtung: Sind die Skischuhe acht Jahre oder älter, kann die Schale brechen.
Insbesondere für Jugend- und Erwachsenen-Skischuhe gilt: Nur wer sich gut auskennt, sollte gebraucht kaufen. Generell ist von einem Second-Hand-Kauf eher abzuraten. Die Hygiene im oft schweißfeuchten Skischuh ist dabei die eine Sache, die richtige Passform die andere: Ein neuer Innenschuh ist vorkonfektioniert, die individuelle Form – sozusagen den "individuellen Fußabdruck" – bekommt er erst durch das Tragen. Wenn dieser Fußabdruck schon drin ist, wird er nur schwer zum Fuß des Käufers passen.

Ein No-Go: gebrauchte Schutzausrüstung!

Schutzausrüstung, ob Protektoren oder Skihelme, sollte nie gebraucht gekauft werden! Nach jedem heftigen Sturz muss ein Helm ausgetauscht werden! Beim Kauf auf dem Basar oder Flohmarkt weiß ich aber nicht, ob der Erstträger schon gestürzt ist oder der Helm verborgene Risse in der Schale aufweist. Generell sind Helme spätestens nach acht Jahren auszutauschen, dann erlischt nämlich die vom Hersteller garantierte Schutzfunktion. Der Rat gilt auch für Kinderhelme! Im Vergleich zu den Extremitäten wächst der Kopf nicht so stark. Helme halten in der Regel auch bei Kindern mehrere Winter. Preislich lohnt sich ein Neukauf deshalb mehr!

Skikleidung auftragen: problemlos möglich

Wie bei normaler Kleidung können auch Skihose und –anorak ohne Probleme gebraucht gekauft werden. Das gilt sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Allerdings leidet die Funktionsmembran nach häufigem Waschen. Eine wasserabweisende und atmungsaktive Funktion ist im Skisport sehr wichtig. Die Kleidung sollte zumindest vor jedem Winter neuimprägniert werden. Beim Waschen sollten die Empfehlungen auf dem Etikett unbedingt eingehalten werden!

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