Übersommern der Skiausrüstung: So wird das Skimaterial geschont und gepflegt!

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Die Zeit, in der die Winterausrüstung gegen die Rad- und Wanderbekleidung ausgetauscht wird, rückt näher. Bei der Sommereinlagerung der Winterausstattung kommt es neben dem richtigen Lagerraum auch auf die Pflege des Materials an. Die Skikanten sollten vor dem Einlagern mit einem Kantenschleifer abgezogen werden, um sie vor Flugrost zu schützen. Ebenso ist es sinnvoll, den Belag auszubessern und heiß zu wachsen. Das überschüssige Wachs sollte nicht vom Belag entfernt werden, da es die Lauffläche konserviert.

Lediglich die Kanten müssen abgezogen werden, da sich bei Temperaturschwankungen zwischen Kante und Wachsschicht Kondenswasser bilden kann, das unter der Wachsschicht nicht verdunsten kann und so die Korrosion der Kanten begünstigt.

Von einem Entspannen der Bindungsfedern rät der Deutsche Skiverband dringend ab!

Der beste Lagerplatz für die Ski ist ein trockener, kühler Raum im Keller. Zusätzliche Ausrüstung wie Skischuhe, Helm, Skibrille, Handschuhe und Protektoren sollten vor dem Einlagern gründlich gereinigt und getrocknet werden, um sie vor Schimmelpilzen zu schützen. Das gleiche gilt für die Skibekleidung. Entweder Skianzug, -jacke oder -hose in eine Fachreinigung geben oder selbst in der Maschine waschen. Aber Achtung: Es sollten nur Schonwaschmittel und keine Weichspüler benutzt werden. Wichtig ist auch die Imprägnierung der Skibekleidung, die am besten mit einem Spray aufgetragen und durch anschließendes Einbügeln mit geringer Hitze fixiert wird.

Kanten abschleifen und Ski wachsen

Bevor Skifans ihre Ausrüstung über den Sommer in die Kellerecke stellen, sollten sie den Ski noch einmal eine ausgiebige Pflege gönnen! Zunächst einmal müssen die Ski nach der letzten Fahrt sauber und trocken gemacht werden. Die Kanten der Ski sollten vor dem Einlagern mit einem Kantenschleifer abgezogen werden, um ihn vor Flugrost zu schützen und von Dreckrückständen zu befreien. Ebenso ist es sinnvoll, den Belag am Ende der Saison auszubessern. Riefen und Kratzer, über die während der Skisaison hinweggesehen wurde, können jetzt behandelt werden. Anschließend sollten die Ski heiß eingewachst werden. Wie DSV-Techniker Florian Beck im Video zeigt (siehe Link unten), kann dafür ein einfaches Universalwachs mit einem Bügeleisen aufgetragen werden. Wichtig ist, dass die Wachsdecke auf dem Ski geschlossen ist. Weil das Wachs den Belag über den Sommer konserviert, sollte die Lauffläche anschließend jedoch nicht vom überschüssigen Wachs befreit werden. Lediglich die Kanten müssen abgezogen werden: Durch das Wachsen ist die Skikante heiß geworden. Durch diese Temperaturschwankungen kann sich zwischen Kante und Wachsschicht Kondenswasser bilden. Diese Feuchtigkeit kann unter der Wachsschicht nicht verdunsten und begünstigt so die Korrosion der Kanten. Falls der Ski beim Auspacken vor der nächsten Skisaison etwas braun angelaufen ist, ist dies nicht weiter schlimm. Mit einem Schliefvlies lässt sich dies leicht entfernen.

Tipp vom Profi: Beim Wachsen immer ein Kreppband über die Skibindung kleben. So kann die Bindung nicht volltropfen und durch das Wachs verschmutzt werden!

Wer beim Kantenschleifen, Ausbessern und Wachsen des Belags nicht selbst Hand anlegen kann oder möchte, bringt seine Ski am Ende der Wintersaison zum Skiservice beim Sportfachhändler. Die DSV aktiv-Partner mit ihren geprüften Skiwerkstätten beraten gerne und kompetent.

Expertentipp: Profi-Techniker zeigt, wie’s geht

Schaut Euch beim Profi ab, wie es geht: Florian Beck, Techniker des Speed-Teams der deutschen Ski-Nationalmannschaft Alpin, hat für Euch einen Ski für den Sommer vorbereitet. Im Facebook-Clip auf DSV 360 könnt Ihr ihm dabei über die Schulter schauen. Abschauen und nachmachen ausdrücklich erlaubt!

Lagerung der Ski

Wichtig ist es, dass die Ski in einem trockenen und kühlen Raum gelagert werden. Garage oder Gartenhaus sind im Sommer starken Temperaturschwankungen ausgesetzt, was zur Bildung von Kondenswasser führen kann und die Kanten der Ski rosten lässt. Besser eignen sich trockene und geschlossene Räume im Keller.

Übersommern der Skibindung

Vor dem Einlagern kann die Skibindung äußerlich mit Wasser von Verunreinigungen befreit werden. Alle Maßnahmen an der Mechanik der Skibindung sollten aber den Experten im Sportfachhandel überlassen werden. Insbesondere von einem Entspannen der Federn rät der Deutsche Skiverband dringend ab! Das ist zwar einerseits sinnvoll, um die Federkraft zu erhalten und damit die Lebensdauer zu erhöhen, andererseits birgt es aber auch ein großes Risiko: Oft wird bis zum Anfang der neuen Saison vergessen, dass die Feder gelöst worden war und man setzt sich dann auf der Piste einer großen Gefahr aus, wenn die Bindung falsch auslöst. Als zentrales Bindeelement zwischen Mensch und Material sollte die Skibindung generell erst vor dem Beginn der nächsten Saison vom Fachhandel überprüft werden. Über die Jahre können Schmierstoffe nämlich verharzen, was ebenfalls eine Änderung der Auslösewerte zur Folge hätte und damit ein Sicherheitsproblem darstellen könnte. "Ski und Bindungen sind zwar so gebaut, dass sie über viele Jahre uneingeschränkten Fahrspaß ermöglichen", erklärt DSV-Sicherheitsexperte Andreas König. "Umso wichtiger ist es, dass insbesondere die Bindungen mindestens einmal pro Jahr vom Fachhandel überprüft werden. Denn eine nicht oder zu früh auslösende Skibindung kann zu einer Verletzung führen."

Skischuhe vor Schimmelpilzen schützen

Skischuhe sind, unabhängig vom Hersteller und von der Qualität, leider immer auch ein Biotop für Schimmelpilze, die sich, haben sie sich erst einmal eingenistet, den Sommer über im weichen Innenschuh ausbreiten können. Deshalb sollten die Innenschuhe aus der Schale herausgenommen und getrocknet werden. Erst wenn Schale und Innenschuh vollkommen trocken sind, sollten sie wieder zusammengebaut und mit geschlossenen Schnallen an einem trockenen Ort eingelagert werden. Beim Zusammenbauen auf rechts und links sowie auf einen einwandfreien Sitz des Innenschuhs in der Schale achten. Andernfalls können Falten entstehen, die die Passform beeinträchtigen und beim nächsten Einsatz drücken.

Sicherheitsausrüstung auf Tauglichkeit prüfen

Skistöcke, Helm, Skibrille, Protektor und Handschuhe sind in der skifreien Zeit ebenfalls an einem trockenen Ort einzulagern. Insbesondere der Helm sollte vor der Sommerpause gründlich gesäubert oder gar desinfiziert werden. Am Ende der Skisaison empfiehlt es sich, zu kontrollieren, ob die Ausrüstung noch gut in Schuss ist, oder ob etwa die Skibrille oder der Helm ersetzt werden müssen. Ist die Schutzausrüstung kaputt oder verschlissen, kann sie nicht mehr die gewünschte Sicherheit bieten. Bei Kratzern auf der Skibrille oder einem eingerissenen Teller am Skistock ist es sinnvoll, die Frühlingsmonate zu nutzen, um Ersatz zu besorgen. Damit vermeidet man Hektik am Anfang der neuen Saison und kann gleich optimal ausgestattet den Pistenspaß genießen. Ganz nebenbei können Frühlingskäufer oft das ein oder andere Schnäppchen machen.

Bekleidung waschen und neu imprägnieren

Auch die Skibekleidung bleibt "fit" für den nächsten Winter, wenn sie sauber übersommert: Entweder Skianzug, -jacke oder -hose in eine Fachreinigung geben oder selbst in der Maschine waschen. Aber Achtung: Es sollten nur Schonwaschmittel und keine Weichspüler benutzt werden, denn der verstopft die Poren der Bekleidung und die technischen Gewebe verlieren ihre Funktionalität. Wichtig ist auch die Imprägnierung der Skibekleidung, die am besten mit einem Spray aufgetragen und durch anschließendes Einbügeln mit geringer Hitze fixiert wird.

Know-how und Versicherungsschutz

Auch mit bestens gepflegtem Material kann ein Unfall passieren oder ein Ski im Gelände beschädigt werden. Wer vorsorgt, hat im Zweifelsfall weniger Ärger und bekommt die Kosten für einen Krankentransport oder Material-Ersatz schnell und unkompliziert erstattet. Mehr Informationen finden Sie hier.


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