Rund um den Skisport

Naturschnee & technisch erzeugter Schnee

Anforderungen an Können & Equipment

Im April und in den anstehenden Osterferien heißt es für viele Skifahrer noch einmal: Ab auf die Pisten. Kein Wunder, endlich machen der eisige Wind und die frostigen Temperaturen Platz für lange Tage, perfekt präparierte Pisten, Mittagspausen im Liegestuhl und eine entspannte Atmosphäre abseits des Hauptsaison-Trubels. In den Höhenlagen herrscht jetzt im Frühjahr oft die beste Zeit zum Skifahren. Dank der Schneegarantie, die einige Skigebiete versprechen und hinter der ein durchdachtes Schneemanagement steckt, ist solch eine Saisonverlängerung überhaupt möglich. Welche Anforderungen technisch erzeugter Schnee vs. Naturschnee an Equipment und Können stellen, darum geht es in diesem DSV aktiv Newsletter.  

Perfekte Skibedingungen im April: Nicht nur Wunsch, sondern Wirklichkeit
Schneegarantie bis in den April oder sogar Mai hinein, wenn im Tal schon die Krokusse blühen? Geht das überhaupt? Die Antwortet lautet: Ja. Solche Skigebiete profitieren von ihrer Höhenlage mit Pisten oberhalb von 2.000 Metern, von dauerhaften Minustemperaturen (insbesondere in den Nächten), von ihrer nordseitigen Exposition (hier hält sich die Kälte besonders effektiv) und von ihrer Beschneiungskompetenz. Diese kommt dann zum Tragen, wenn die Niederschlagsmenge abnimmt oder auch, um eine gewisse Pistendicke zu erhalten. Zwar wird in der Regel nur von Dezember bis Februar beschneit, wenn der Energieaufwand geringer ist und die klimatischen Voraussetzungen gegeben sind. Viele Alpenskigebiete haben hier jedoch etwas mehr Spielraum. Dank des  technisch erzeugten Schnees ist Skifahren in den Alpenskigebieten somit häufig auch dann noch möglich, wenn die Temperaturen steigen und in den Tälern schon längst der Frühling eingezogen ist. Während sich die Skigebiete um die perfekte Unterlage kümmern, sollten Skifahrer ihr Equipment unbedingt noch einmal kritisch begutachten.

Technisch erzeugter Schnee: Anforderungen an die Skifahrer-Hardware
Technisch erzeugter Schnee ist kompakter, feinkörniger und meist deutlich härter als Naturschnee. Die Schneekristalle sind dichter gepackt, was die Piste schneller „eisig“ werden lässt. Im Vergleich zum fluffigen Naturschnee ist das Fahrgefühl auf Kunstschnee aggressiver und schneller. Wer hier sicher stehen will, kommt um einen professionellen Skiservice vor dem Urlaub nicht herum und checkt täglich Kanten und Belag:

  • Scharfe Kanten: Das A und O. Nur mit einem frischen Schliff greift der Ski auf der harten Unterlage.
  • Wachsen: Da die Reibung auf Kunstschnee höher ist, nutzt sich das Wachs schneller ab. Ein häufigeres Nachwachsen gehört im besten Fall zu den täglichen To Do’s.

Für den Frühjahrs-Pistenalltag auf Kunstschnee helfen Flüssigwachs oder Pasten, die sich abends in fünf Minuten auf den trockenen Ski auftragen lassen. Sind weiße, stumpfe Stellen entlang der Kanten sichtbar, ist der Belag bereits ausgetrocknet. Da der Ski dann schlechter bremst und dreht, ist ein Heißwachsen unumgänglich.

Naturschnee im Frühjahr: Anforderungen an die Skifahrer-Hardware
Vor allem in den Frühjahrsmonaten spielen Auftrieb und Gleitfähigkeit der Ski eine entscheidende Rolle. Ideal sind etwas breitere Ski, da sie die Fläche vergrößern und "oben auf schwimmen". Zudem ist Naturschnee weniger dicht, weicher und reagiert sensibler auf Temperaturveränderungen. Besonders ab März ist Naturschnee oft feuchter (Papp- und Sulzschnee), so dass die Wahl des richtigen Wachses entscheidend ist. Ein spezielles Warmwachs mit hohem Fluor- oder Additivanteil verhindert den Saugeffekt des Wassers. Scharfe Kanten sind zwar für gewöhnlich immer Pflicht, wird der Schnee aber schnell weich, macht es Sinn, sie mit einem Schleifstein ganz leicht abzurunden. Der Ski dreht dann leichter und kann sich nicht mehr in den Schnee „einschneiden“ oder unerwartet in ihm hängen bleiben.

Skifahren auf Naturschnee und auf technischem Schnee: Was ist leichter?
Für die meisten Skifahrer ist das Fahren des auf technisch erzeugtem Schnee (also „Kunstschnee“) anstrengender und auch fordernder, was das Können betrifft. Das liegt vor allem daran, dass Naturschnee komprimierbar ist und durch seine weiche Struktur einen natürlichen Widerstand beim Bremsen bietet.
Technischer Schnee hingegen besteht aus Eiskörnern und gibt kaum nach. Bemerkbar macht sich das vor allem bei Fahrfehlern, deren Rückmeldung in Blitzgeschwindigkeit erfolgt. Stimmt der Aufkantwinkel nicht, rutscht der Ski sofort weg. Technischer Schnee ist zudem extrem schnell. Die glatte, harte Oberfläche bietet kaum Reibung. Anfänger oder unsichere Skifahrer haben oft das Gefühl, dass der Ski mit ihnen fährt statt umgekehrt. Auch der Kraftaufwand ist größer, da mehr Druck auf die Kante gebracht werden muss, um saubere Kurven zu fahren. Je nach Fitness und Können fangen die Oberschenkel durchaus schneller an zu brennen als auf lockerem Naturschnee.

Vorteile von Naturschnee
Die lockere Kristallstruktur von Naturschnee wirkt wie ein natürlicher Stoßdämpfer und ermöglicht gelenkschonendes Skifahren. Genussfahrer und Anfänger fühlen sich hier oft wohler, da das Fahren spielerischer gelingt als auf Kunstschneepisten, auf denen der Ski aggressiver auf die Kante gestellt werden muss. Hinzu kommt, dass sich unerfahrenere Skifahrer nicht so sehr den unkontrollierbaren Geschwindigkeiten ausgesetzt fühlen. Die höhere Eigenreibung von Naturschnee hilft bei der Kontrolle. Man „surft“ eher, als dass man rast.
DSV aktiv Fazit: Befindet sich das Equipment in einem top gepflegten Zustand mit scharfen Kanten, lässt sich auf technischem Schnee wie auf Schienen carven. Wichtig ist auch eine gute Skifitness des Fahrers, da die Beine mehr beansprucht werden.

Technisch erzeugter Schnee und Schneemanagement:
Im Haus des Ski befassen sich die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) und der DSV Beirat für Umwelt und nachhaltige Skisportentwicklung mit der Erforschung ressourceneffizienter Prozesse des Schneemanagements.  
Ein ausführlicher Beitrag zum Thema „technisch erzeugter Schnee“ ist hier zu finden.
In diesem weden folgende Themen behandelt:

  • Warum der Begriff „Kunstschnee“ irreführend ist
  • Technische Schneeerzeugung: Wasserverbrauch ≠ Wasserverschwendung
  • Verbrauchen Schneekanonen zu viel Energie?
  • Welche Vorteile bietet technisch erzeugter Schnee?
  • Snowfarming: weiterer wichtiger Aspekt des Schneemanagements
  • Welche Bereiche gehören darüber hinaus zu einem effizienten Schneemanagement?
  • Wie funktioniert eine „intelligente Steuerung“?
  • Wie werden Erkenntnisse gebündelt?

Rundumschutz für Skifahrer
Auch wenn es in den Skigebieten zum Saisonende ruhiger wird, sollten Wintersportler für den Fall der Fälle vorsorgen. Vor allem für Familien ist ein DSV-Mitgliedschaftspaket inkl. Versicherungsschutz in Kombination mit einem DSV-Reise-Rücktrittskosten-Versicherungsschutz empfehlenswert. Abgedeckt werden Schäden an Ski und Snowboard, Diebstahl der Ausrüstung, Krankentransport sowie Entschädigung bei Nichtantritt bzw. entstehende Mehrkosten bei Abbruch der Reise (Bedingungen siehe Details). Gerade ein Hubschraubereinsatz ist mit hohen Kosten verbunden, der nicht immer von der Krankenkasse getragen wird. Auch erhältlich als Einzel- oder Partnermitgliedschaft.

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