Gebrauchte Skiausrüstung: Augen auf beim Kauf aus zweiter Hand

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Nachdem letzten Winter Skifahren coronabedingt nicht, oder nur kaum möglich war, werden vor allem Familien mit Kindern teils nagelneue Skiausrüstung im Keller haben, die jetzt jedoch nicht mehr passt, weil die Kinder gewachsen sind. In dem Fall macht Secondhandkauf Sinn - mit gewissen Spielregeln.

Skiausrüstung für Kinder: Daumen hoch für Secondhand

Ganz klar: Es macht Sinn, die Skiausrüstung der Kleinsten gebraucht zu kaufen! Die ersten Erfahrungen auf der Piste beschränken sich meist auf einige wenige Skitage im Winter. Die Skier werden also nicht stark genutzt. Dazu kommt, dass Kinder schnell wachsen und ein Modell meist nur eine Saison passt. Nur wer sich gut auskennt, kann das Alter und den Zustand der Skiausrüstung richtig bewerten. Die Laufflächen und die Kanten müssen kratz- und beschädigungsfrei sein! Denn nur so fahren die Kleinen kräfteschonender und werden mit schnellerem Lernerfolg belohnt. Beachtet werden sollte, dass bereits stark abgeschliffene Kanten oftmals nicht mehr nachgeschliffen werden können. Von Ski und insbesondere von Bindungen und Skischuhen, die acht oder mehr Jahre auf dem Buckel haben, sollte man die Finger lassen.

Gebraucht gekauft? Ab zum Sportfachhandel!

So gut es auch ist, beim Kauf ein paar Euro zu sparen, die Sicherheit der Ausrüstung sollte immer im Fokus stehen! Der Gang zum Sportfachhandel für die Bindungseinstellung und der Skiservice ist deswegen unerlässlich. Nur die Experten können mit einem elektronischen Prüfgerät kontrollieren, ob die Bindung richtig funktioniert. Kinderski-Tauschsysteme und Co.: Spezielle Angebote auf dem Markt Wer sich nicht gut auskennt, lässt lieber die Finger vom Gebrauchtkauf. Gerade für Kinder bieten einige Sportfachhändler mit dem Kinderski-Tauschsystem ein ausgezeichnetes Angebot. Dabei kaufen Eltern für ihre Kinder ein neues Paar Ski und können die Ausrüstung dann gegen ein geringes Serviceentgelt bis zu drei Mal tauschen. Der Ski wächst sozusagen mit.

Gebrauchte Ski: auch für Erwachsene sinnvoll?

Ist die Ausrüstung erst ein bis zwei Jahre alt, ist ein Gebrauchtkauf auch für Erwachsene kein Problem – unter den gleichen Bedingungen wie bei der Kinderausrüstung. Ein Erwachsener beansprucht die Ski deutlich mehr als ein Kind. Die Ausrüstung ermüdet schneller. Wer nicht weiß, wer den Ski schon in welcher Intensität vor ihm genutzt hat, kann auch nicht wissen, wie stark die Ausrüstung tatsächlich abgenutzt ist.

Gebrauchte Skischuhe: nicht nur eine Hygiene-Frage

Was die Skischuhe betrifft, macht ein Gebrauchtkauf für Kinder Sinn. Denn ähnlich wie bei den Ski halten auch die Skischuhe aufgrund des schnellen Wachstums meist nur eine Saison. Achtung: Sind die Skischuhe acht Jahre oder älter, kann die Schale brechen. Bei Erwachsenen ist von einem Secondhandkauf generell eher abzuraten. Die Hygiene im oft schweißfeuchten Skischuh ist dabei die eine Sache, die richtige Passform die andere.

Ein No-Go: gebrauchte Schutzausrüstung!

Schutzausrüstung, ob Protektoren oder Skihelme, sollte nie gebraucht gekauft werden. Nach jedem heftigen Sturz muss ein Helm ausgetauscht werden! Beim Kauf auf dem Basar oder Flohmarkt weiß man aber nicht, ob der Erstträger schon gestürzt ist oder der Helm verborgene Risse in der Schale aufweist. Generell sind Helme spätestens nach acht Jahren auszutauschen, dann erlischt nämlich die vom Hersteller garantierte Schutzfunktion.


Weitere Tipps & Infos:


Wussten sie schon?

Bei den meisten Beschädigungen ihrer neuen Ski (z. B. Kantenriss, Stauchung) handelt es sich nicht um Garantiefälle. Lieber gleich auf Nummer sicher gehen. Mit den DSV-Skiversicherungen sind alle eigenen und gewerblich gemieteten Ski versichert.