Tipps zur Ausrüstung
Kinderski: Auf die richtige Länge kommt es an
Für viele Familien geht es in den Feiertagen das erste Mal in den Schnee. Auch für die Kleinen bedeutet das jede Menge Spaß und Action. Damit die Kids das Ski-Erlebnis unbeschwert und sicher genießen können, sollten Eltern unbedingt auf die optimale Skilänge achten – egal, ob beim Skikauf oder bei der Leih- Ausrüstung.
Grundsätze für die Längenbemessung bei Jugend-Ski
Auch für kleine Skifans ist ein optimaler Zustand des Materials essentiell. Gewachste Beläge und scharfe Kanten sorgen für mehr Fahrspaß und tragen erheblich zur Sicherheit bei. Für die richtige Längenempfehlung bei Jugend-Ski sind, genau wie bei Erwachsenen-Ski auch, verschiedene Faktoren ausschlaggebend. Neben der bevorzugten Geschwindigkeit, mit der sich der Skifahrer auf dem Schnee bewegen will, sind auch die Beschaffenheit des Geländes sowie individuelle Wünsche und die Motivation bei der Ausübung des Skisports entscheidend. Bevorzugt der Skifahrer eher schnelle, kurze Schwünge, zieht es ihn in die Tiefschneehänge oder gleitet er lieber mit wenigen Schwüngen rasant die Pisten hinunter? Diese Präferenzen sollte man kennen und bei der Längenwahl unbedingt beachten.
Andere Regeln bei Kinder-Ski
Anders als bei Erwachsenen- und Jugend-Ski ist die Längenempfehlung bei Kindern und Schülern an die Körpergröße und -statur angelehnt und ergibt sich zudem aus dem Fahrkönnen. Durch die sich schnell verändernde Körpergröße benötigen Kinder regelmäßig neue Ski. Die richtige Skilänge ist dabei für jedes Kind individuell zu bemessen. Eine erste Einschätzung bieten jedoch die grundlegenden Empfehlungen der Skihersteller. Demnach sollten die Ski bei Einsteigern in etwa zwischen Achselhöhe und Schulter reichen, während sie bei Fortgeschrittenen eine Länge zwischen Hals und Mundhöhe haben sollten. Bei sportlich schnellen Skifahrern wiederum sollten die Ski mindestens bis zur Höhe der Augen reichen, aber maximal fünf Zentimeter über die eigene Körpergröße hinausgehen. Zusätzlich gilt: Bei körperlich kräftigen Kindern orientiert man sich an der oberen Grenze, bei zierlicheren Kindern an der unteren Grenze.
Fünf Zentimeter Ski-Länge mehr zugunsten der Geschwindigkeitskontrolle
Carving-Ski für Kinder, die derzeit am Markt erhältlich sind, sind häufig sehr stark tailliert. Bei Längen von 90 Zentimetern besitzen sie Radien zwischen lediglich sechs und sieben Metern. Das führt im Ergebnis dazu, dass die Ski fast nur auf der Kante fahrbar sind. Eine Geschwindigkeitskontrolle durch Rutschen und Driften ist mit ihnen nur schwer möglich. Um den Radius größer zu gestalten, sollten stark taillierte Kinder-Ski deshalb grundsätzlich rund fünf Zentimeter länger gewählt werden.
Größere muskuläre Haltearbeit bei stark taillierten Ski
Zwar fallen das „Drehen“ der Ski und Kurvenfahrten mit den längeren Ski anfangs etwas schwerer. Rutschen sowie Driften – und damit die Geschwindigkeitskontrolle – sind mit einem größeren Radius im Ergebnis aber leichter möglich und führen schließlich zu mehr Fahrsicherheit. Ein sehr kurzer, stark taillierter Ski erfordert mehr Kraftaufwand. Nicht durch das Einleiten einer Richtungsänderung, – das geht sogar oft leichter – sondern durch die muskuläre Haltearbeit, die verrichtet werden muss, um den Ski in seiner Fahrspur zu halten. Bei kleinen und engen Kurvenradien entstehen bereits bei geringer Geschwindigkeit extrem hohe Zentrifugalkräfte, denen mit Muskelkraft entgegengewirkt werden muss.
Längere Carver für mehr Laufruhe
Auch im Hinblick auf die Laufruhe fordert der kurze, stark taillierte Kinder-Ski höheren Krafteinsatz. Damit verbunden sind enorme Belastungen auf Bein- und Hüftgelenke. Jeder, der bereits mit Kurz-Carvern wie „Big Foot“ oder „Snowblades“ unterwegs war, kennt das Phänomen zitternder Knie, das ab einem gewissen Tempo auftritt. Um den Kindern beim Ski-Spaß nicht zu viel abzuverlangen und gleichzeitig ein sicheres Fahrgefühl zu fördern, sollten Eltern daher genau darauf achten, dass die neuen Ski die empfohlene Mindestlänge nicht unterschreiten.
Das Plus für Familien: Ski-Tauschsysteme für Kinder
Gerade in der Anfangszeit lohnt es sich, das Material für Kinder auszuleihen. In der Regel nutzen sie die Ski nicht stark. Die ersten Erfahrungen auf der Piste beschränken sich meist auf wenige Skitage im Winter. Jede Saison neues Material anzuschaffen, kann teuer werden. Hinzu kommt: Kleine Skifans wachsen nicht nur schnell. Auch ihre Fahrtechnik und ihr Können entwickelt sich von Winter zu Winter konstant weiter. Eine optimale Lösung für dieses Problem sind die Ski-Tauschsysteme, die viele Sportfachhändler für Kinder und Jugendliche anbieten. Dabei kaufen Eltern für ihre Kinder ein neues Paar Ski und können die Ausrüstung dann gegen ein geringes Serviceentgelt bis zu drei Mal tauschen. Die Ausrüstung ist ab dem ersten Tauschgebraucht, wird aber vom Fachhandel gründlich gewartet und gecheckt.
Die Vorteile: Die Kinder fahren immer Ski mit der passenden Länge, die richtige Bindungseinstellung und -kontrolle mit einem elektronischen Prüfgerät garantiert die Sicherheit, und der professionelle Service sorgt für gut gepflegte Beläge und geschliffene Kanten. Wer nach gebrauchter Ausrüstung Ausschau halten möchte, sollte deren Zustand richtig beurteilen können und berücksichtigen, dass zum Kaufpreis auf dem Second-Hand-Markt noch die Kosten für die Bindungseinstellung und den professionellen Service dazuzurechnen sind. Die Tauschsysteme beim Sportfachhandel machen also auch preislich auf jeden Fall Sinn!
Skiversicherungsschutz
Was tun bei Skibruch, irreparabel beschädigten Ski oder Diebstahl - und wer übernimmt im Falle eines Falles die Kosten? Die DSV-Mitgliedschaftspakete decken Versicherungsfälle bei der unmittelbaren Ausübung des Wintersports ab und greifen auch bei Diebstahl, Bruch und Beschädigung an Ski und Snowboards (gilt auch für gemietetes Equipment, inkl. Tourenski und Skifelle).
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