Schutzausrüstung für Skifahrer - Helm, Brille & Protektoren

Tipps zur Ausrüstung

DSV Skiversicherungen

Sicher ist sicher!

mehr erfahren

"Keine Entwarnung bei den Kollisionsunfällen“, vermeldet die Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) der ARAG in ihrer aktuellen Untersuchung „Unfälle & Verletzungen im alpinen Skisport – Zahlen und Trends 2018/19“ (Die komplette Studie hier). Trotz der schon in den vergangenen Wintern erhöhten Zahlen habe man letzte Saison abermals einen Anstieg auf aktuell 1,36 Kollisionsunfälle mit Verletzungsfolgen je 1.000 Skifahrerinnen und Skifahrer erlebt: Über 17% aller Verletzungen wurden durch Kollisionen (mit)verursacht.

Im Kopfbereich haben sich Skihelme und Skibrillen inzwischen fest auf den Pisten etabliert. Aus der Schweiz meldet die „Beratungsstelle für Unfallverhütung“ (BFU) für die Saison 2018/19 Helmtragequoten von 93 % – zehn Jahre zuvor waren es lediglich 64 % und 2002/03 gar nur 16 %. Weniger gefragt sind weiterhin Rückenprotektoren, obwohl diese gerade bei Kollisionsunfällen gute Dienste leisten können: Die BFU geht hier bei Skifahrern von 12 %, bei Snowboardern von 37 % Tragequote aus.

Es folgen die wichtigsten Punkte, auf die Sie bei dem Kauf von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) achten müssen.

HELME
Egal ob das Eis der Piste, die Knochen eines anderen Skifahrers oder Felsen und Bäume im Backcountry – beim Skifahren lauern viele Gefahren für den Kopf. Hier die wichtigsten Tipps, wie Sie ihn mit dem richtigen Helm schützen!
ANPROBE
Nehmen Sie sich Zeit für eine ausgiebige Anprobe im Fachgeschäft und testen Sie unterschiedliche Modelle verschiedener Hersteller, um den bequemsten Helm zu finden. Probieren Sie dabei auch gleich, wie die jeweiligen Helme im Zusammenspiel mit Ihrer Skibrille passen. Der Helm muss schon bei offenem Kinnriemen fest sitzen, darf nicht drücken und weder nach vorne noch zur Seite wackeln. Lassen Sie den Helm einige Minuten an, damit er sich erwärmen und an den Kopf anpassen kann. Testen Sie mit Skihandschuhen den Verschluss des Kinnriemens, das Verstellen des Größenanpassungssystems und das Öffnen der Belüftungsschlitze – alles sollte einhändig bedienbar sein. Wichtig für den Tragekomfort ist ein durchgehend, auch unter dem Verschluss, gepolsterter Kinnriemen
BAUWEISE
Inmoulds, Hardshells und Hybride – das sind im Wesentlichen die drei Helmbauweisen, die heutzutage erhältlich sind. Am gängigsten sind die leichten Inmould-Helme, die aus einer dünnen, bruchund schlagfesten Polycarbonat-Außenschale und
einer EPS-Innenschale bestehen. Die schwereren Hardshell-Helme sind dagegen aus einer sehr harten ABS- oder Carbon-Außenschale und einer EPS-Innenschale gefertigt. Die leichten Hybrid-Konstruktionen vereinen beide Bauweisen: Die Hardshell-Oberschale ist äußerst widerstandsfähig; das Unterteil in Inmould-Bauweise macht den Helm leichter. Alle Ausführungen müssen die Norm CE EN 1077 erfüllen. 
BELÜFTUNG
Belüftungssysteme verhindern, dass es unter dem Helm zu heiß wird. Ihre Öffnungen dürfen nicht zu groß oder sollten mit Gittern geschützt sein, damit keine spitzen Gegenstände wie Skistöcke oder Äste eindringen können. Qualitativ hochwertige Helme bieten oft die Möglichkeit, die Öffnungen an kalten Tagen zu verschließen.
LEBENSDAUER
Aufgrund der kalten Temperaturen und der Sonneneinstrahlung ermüdet das Helmmaterial im Laufe der Zeit. Daher ist es ratsam, den Helm nach spätestens 5 Jahren zu ersetzen. Nach einem Aufprall sollten Sie ihn auf jeden Fall im Fachgeschäft überprüfen lassen.
UND WAS IST MIT HELMEN VOM SKIVERLEIH?
Der Bedarf für Leih-Helme ist sicherlich gegeben. Insbesondere Anfänger, die noch nicht wissen, ob sie dem Skifahren treu bleiben, scheuen sich oft, Geld in einen eigenen Helm zu investieren. Klar ist auch: Ein Leih-Helm schützt besser als kein Helm! Dennoch gilt auch hier: Niemand kann Ihnen garantieren, wie der Helm von anderen Leih-Kunden behandelt wurde - auch nicht der Verleiher. Schon das Herunterfallen auf dem Liftparkplatz oder ein heftiger Sturz können die Schutzfunktion des Helms beeinträchtigen - auch wenn keine äußeren Einwirkungen wie Risse oder Dellen sichtbar sind! Deshalb rät DSV aktiv: Kaufen ist besser als leihen - schließlich heißt es ja "persönliche" Schutzausrüstung!

BRILLEN
Skibrillen schützen die Augen vor der Sonne sowie vor Verletzungen durch Äste oder spitze Steine. Durch Kontrastverstärkung und Blendschutz fördern ihre Scheiben die gute Sicht. DSV aktiv gibt Tipps, wie Sie die richtige „Goggle“ finden!
DER RAHMEN
Probieren Sie Ihre neue Skibrille vor dem Kauf unbedingt im Fachgeschäft an. Der Rahmen muss perfekt passen: Ist er zu klein, drohen Druckstellen. Ist er zu groß, dringt Fahrtwind ein und die Augen beginnen zu tränen. Idealerweise testen Sie den Sitz der Brille gleich im Zusammenspiel mit Ihrem Helm. Wichtig: Der Gesichtsschaum sollte überall gleichmäßig gut aufliegen. Oben an der Stirn muss die Skibrille bündig mit dem Helm abschließen.
DIE SCHEIBE
Die Scheibe ist das Herzstück der Skibrille und besteht meist aus bruchsicherem Polycarbonat. Sie sollte ein großes Sichtfeld eröffnen, damit man auch zur Seite gut sehen und dadurch Kollisionen vermeiden kann. Standard sind Doppelscheiben, die ebenso wie eine Antifog-Beschichtung und ein Belüftungssystem das Beschlagen der Brille verhindern.
Von der Form her unterscheidet man zwischen zylindrischen und sphärischen Scheiben. Erstere sind lediglich horizontal gebogen; sphärische Scheiben zusätzlich auch vertikal. Dies verhindert Verzerrungen und entlastet das Auge. Die Scheiben müssen nach CENorm UV-400 zertifiziert sein. Dann ist der UV-Schutz gewährleistet – unabhängig von der Farbe der Scheibe und der Stärke ihrer Tönung. Verspiegelte und polarisierte Scheiben verringern die Reflexionswirkung von Eis und Schnee. Auch auf den Blendschutz sollte man achten: Schutzstufe 3 ist für Berge und Schnee geeignet, Stufe 4 für Hochgebirge und Gletscher.
LICHTVERÄNDERUNGEN
Nicht jeder trägt gerne eine zweite Skibrille für den Fall mit sich, dass sich die Wetter- und Lichtverhältnisse deutlich ändern. Abhilfe schaffen Skibrillen mit einem Scheibenwechselsystem. Es ermöglicht mit wenigen Handgriffen den Wechsel
auf hellere bzw. dunklere Linsen. Eine Alternative sind Goggles mit fotochromer Scheibe, die sich an die Lichtbedingungen anpasst.

RÜCKENPROTEKTOREN
Rückenprotektoren werden vor allem von Freestylern im Snowpark und Freeridern im Backcountry getragen. Aber auch auf der Piste können sie die Wirbelsäule schützen, beispielsweise bei Kollisionen mit anderen Fahrern.
ANRPOBE
Bei einem Schlag schützt der Protektor den Rücken, indem er die entstehenden Kräfte großflächig verteilt und so die Aufprallenergie dämpft, bevor sie die Wirbelsäule erreicht. Der Protektor muss allerdings perfekt auf dem Rücken sitzen und die komplette Wirbelsäule sowie die Schulterblätter abdecken, um diese Schutzleistung zu gewährleisten. Probieren Sie daher unbedingt in einem Fachgeschäft unterschiedliche Modelle mehrerer Hersteller an. Am besten tragen Sie den Protektor möglichst körpernah unter der Skijacke direkt über der Unterwäsche. Beugen Sie bei der Anprobe den Oberkörper in alle Richtungen, um die Bewegungsfreiheit zu prüfen. Der Hüftgurt muss fest auf dem Becken aufsitzen, damit er den Protektor bei einem Aufprall mittig am Rücken hält.
AUSFÜHRUNG
Hartschalen- und Softprotektoren – das sind die beiden Arten von Rückenpanzern, die auf dem Markt erhältlich sind. Populärer sind letztere, weil sie nicht nur leichter und bequemer sind, sondern sich auch flexibel der Form des Rückens anschmiegen. Eine Besonderheit sind sogenannte Multi-Impact-Materialien: Sie kehren nach einem Schlag wieder in die Ursprungsform zurück und bieten danach weiterhin Schutz. Oft sind die Rückenpanzer in eine Weste eingearbeitet, die als zusätzliche Kleidungsschicht dient – ideal für Skifahrer, die schnell frieren. Damit der Protektor nicht verrutschen kann, sorgt ein Hüftgurt für zusätzlichen Halt. Zertifizierte Rückenprotektoren erfüllen die Norm EN1621-2:2014.
WASCHBARKEIT
Insbesondere Protektorenwesten sollten waschbar sein, da durch die Schweißentwicklung auf Dauer unangenehme Gerüche entstehen. Achten Sie daher darauf, dass Sie den Rückenprotektor für den Waschvorgang problemlos aus dem Kleidungsstück herausnehmen können.

FÜR DEN FALL DER FÄLLE: DSV-SKIVERSICHERUNG
Ihre Ausrüstung inklusive Skihelm ist perfekt abgesichert mit den Versicherungspaketen der DSV-Skiversicherung.


Weitere Tipps & Infos:


Wussten sie schon?

Bei den meisten Beschädigungen ihrer neuen Ski (z. B. Kantenriss, Stauchung) handelt es sich nicht um Garantiefälle. Lieber gleich auf Nummer sicher gehen. Mit den DSV-Skiversicherungen sind alle eigenen und gewerblich gemieteten Ski versichert.