Fit für die Piste: Darum ist der Herbstanfang der beste Zeitpunkt für den Trainings-Restart
Hitzewellen, Tropennächte, Temperaturrekorde: Der Sommer 2026 hatte es in sich. Wer dann lieber im Schatten blieb und auf kurze oder Low Intensity Workouts setzte, statt joggen zu gehen oder in die Pedale zu treten, hatte gute Gründe: Das Auspowern wäre für den Kreislauf eine zu große zusätzliche Belastung gewesen. Für das Ausdauer- und Krafttraining vor dem Winter war die lange Hitzephase trotzdem eine Vollbremsung. Warum die nächsten Wochen zur wichtigsten Vorbereitungszeit für Skifahrer gehören und wie die Trainingseinheiten wieder intensiviert werden können, ohne zu überlasten, erläutern die DSV aktiv-Experten.
Der Körper braucht einen sanften Wiedereinstieg
Am 1. September beginnt meteorologisch der Herbst. Bis zum Start der Skisaison liegt damit nur noch eine Jahreszeit. Genau jetzt entscheidet sich, wer entspannt oder mit Muskelkater in den ersten Skitag startet.
Der größte Fehler nach Wochen mit reduziertem oder ausgesetztem Training ist, gleich wieder mit vollem Pensum einzusteigen. Andreas König, DSV aktiv-Geschäftsführer und Leiter des DSV skiTESTs empfiehlt: „In jedem Fall macht jetzt ein stufenweiser Aufbau Sinn: zunächst Grundlagenausdauer und Rumpfstabilität, erst danach gezielte Kraft- und Koordinationseinheiten, wie sie für die Skisaison gebraucht werden. Wer zu schnell zu viel will, riskiert Überlastungen genau in der Phase, in der der Grundstein für einen verletzungsfreien Winter gelegt wird.“
Diese Aktivitäten & Sportarten eignen sich jetzt besonders
Wandern und Bergwandern: Trainiert Kondition und Trittsicherheit auf unebenem Untergrund – genau das, was später auf der Piste gebraucht wird. Einsteiger starten mit ein bis zwei Touren pro Woche à 1,5 bis 2 Stunden, moderates Tempo, und steigern Dauer und Höhenmeter alle ein bis zwei Wochen leicht.
Joggen: Für alle, die nach der Sommerpause wieder einsteigen, gilt: lieber öfter und kürzer als selten und lang. Zwei bis drei Einheiten pro Woche à 20-30 Minuten sind ein guter Start (auch im Wechsel aus Laufen und Gehen). Nach zwei, drei Wochen kann die Belastung gesteigert werden, erst über die Dauer, dann über das Tempo.
Nordic Walking: Gelenkschonender als Joggen, überall machbar und trotzdem ein effektives Ganzkörpertraining für Ausdauer, Rumpf und Armmuskulatur. Drei Einheiten pro Woche à 30 bis 45 Minuten sind realistisch, auch für bisher untrainierte Personen.
Radfahren: Ob Rennrad, Gravel- oder Mountainbike – Radtraining stärkt die Beinmuskulatur, die im Winter beim Skifahren gebraucht wird, und schont dabei die Gelenke. Zwei bis drei Einheiten pro Woche à 45 bis 60 Minuten, mit einem Mix aus flachen Strecken und Steigungen für die Kraftkomponente. Keine Steigung in der Nähe? Kein Problem. Einfach einen hohen Gang für mehr Tretwiderstand einlegen
Stabilisationstraining: Kurze Einheiten von 15 bis 20 Minuten, zwei- bis dreimal pro Woche, für Rumpf und Tiefenmuskulatur. Lässt sich gut mit den anderen Einheiten kombinieren und ist die Basis für Balance auf der Piste.
Woran merke ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin?
Nach einer langen Trainingspause ist die größere Gefahr nicht zu wenig, sondern zu viel Ehrgeiz. Drei Warnsignale zeigen, wann eine Pause sinnvoller ist als die nächste Einheit:
- anhaltende Müdigkeit, die auch nach ein bis zwei Ruhetagen nicht verschwindet
- ein dauerhaft erhöhter Ruhepuls am Morgen
- Leistung, die trotz mehr Training stagniert oder sinkt
Als Faustregel gilt: die Belastung wöchentlich um nicht mehr als etwa 10 Prozent steigern und ein bis zwei Ruhetage fest einplanen. Läuft es andersherum, die Touren oder Einheiten fallen leichter, der Ruhepuls sinkt, der Körper erholt sich schneller, ist der Aufbau auf dem richtigen Kurs.
Kein Berg vor der Haustür? Diese Alternativen funktionieren genauso
Nicht jeder hat Mittelgebirge oder Alpen in Reichweite. In dem Fall braucht es einfach andere Reize:
Treppen- oder Stufentraining: Simuliert die Belastung von Bergauf-Passagen und lässt sich in jeder Stadt umsetzen, etwa im Wechsel aus Gehen und zügigem Steigen.
Schwimmen: Gelenkschonendes Ganzkörpertraining, das Ausdauer und Rumpfkraft gleichermaßen fordert – eine gute Ergänzung, wenn Wandern oder Joggen gerade nicht möglich sind.
Indoor-Alternativen: Ergometer, Crosstrainer oder Spinning-Kurse liefern bei schlechtem Wetter oder ohne Outdoor-Möglichkeiten den gleichen Ausdauereffekt.
Und die Ernährung?
Nach Wochen mit Hitze und reduziertem Training lohnt sich vor allem der Blick auf zwei Punkte: ausreichend trinken und eine ausgewogene, vollwertige Ernährung, die den Trainingsaufbau mit genug Energie versorgt. Diese braucht der Körper in der Wiederaufbauphase.
Mitgliedschaften mit Zusatzversicherungen für den Sommersport
DSV aktiv begleitet Wintersportler durch die gesamte Vorbereitungszeit mit Trainingstipps rund um Ausdauer, Kraft und Verletzungsprävention – von den ersten Herbsttagen bis zum Start der Skisaison. Um einen passenden Versicherungsschutz sollten sich Freizeitsportler jetzt schon selbst kümmern. Wer das ganze Jahr über aktiv ist, profitiert von einer DSV aktiv Mitgliedschaft inkl. Versicherungspaket plus Zusatzversicherungen, wie z.B. der 4-Jahreszeiten Combi. Dank ihr gilt die bewährte DSV aktiv-Sicherheit auch für alle Sommersportarten. Ganz einfach zum DSV CLASSIC-Versicherungspaket oder DSV CLASSIC PLUS-Versicherungspaket für Familien zubuchbar.
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