Tipps zur Ausrüstung

Skikauf: Online vs. Fachhandel

Viele Wintersportler und Wintersportlerinnen kaufen sich zum Saisonstart einer neuen Ausrüstung. Das Angebot reicht von Freerideski für fette Powdertage über den klassischen Alpinski bis hin zu Freestyle-Modellen. Doch wo finden Skifahrer und Skifahrerinnen ihren Traumski am besten? Lieber im Netz bestellen oder vor Ort im Laden kaufen? DSV aktiv zeigt, warum der Kauf im Sportfachgeschäft mit vielen Vorteilen verbunden ist und dass ein Onlinekauf auch gewisse Risiken birgt.

Nach drei Corona-Winter mit Lockdown und Reisebeschränkungen hofft der Handel auf einen guten Winter – trotz der hohen Inflation. Der ein oder andere Kunde muss sich mit seinen Ausgaben möglicherweise einschränken. Wer nach seinem Traumski oder einem passenden Skiset mit Bindungen und Schuhen sucht, wird daher vermutlich erst einmal im Netz recherchieren.

Online-Kauf nicht zwingend günstiger

Schlagzeilen wie „65 Prozent Rabatt“ oder „Aktuelle Ware massiv reduziert“ locken potenzielle Käufer mit dem Ausblick auf Super-Schnäppchenpreis in die Onlineshops. Der Preisvergleich übers Netz macht Sinn, birgt aber auch Risiken. Dagegen bietet der Kauf der neuen Winterausrüstung im Sportfachhandel viele Vorteile, die ein Onlinehändler oft nicht bieten kann. Einfach Skier im Netz zu bestellen, ist meist keine gute Idee. Am Ende ist der Online-Kauf auch nicht immer zwingend günstiger.

DSV skiTest gibt Überblick über die aktuellen Modelle

Schwingen sie lieber gemütlich ins Tal oder geben sie auf steileren Pisten auch gerne mal Gas? Die Wahl der richtigen Ski sollte wohlüberlegt sein, denn Ski ist nicht gleich Ski. Bei der Kaufentscheidung hilft auch der aktuelle DSV skiTest, der vollständig im Netz abrufbar ist und ihnen in vier Schritten zum Traumski verhilft.

Individuelle Beratung durch den Sportfachhändler

Die Auswahl des richtigen Modells hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Neben dem Fahrkönnen, bevorzugter Fahrgeschwindigkeit und gewünschtem Kurvenradius kommt es auch auf die Geländewahl, den Trainingszustand sowie Größe und Gewicht des Käufers an. Das geschulte Personal im Fachhandel kann individuell auf den Kunden eingehen und hilft bei der Auswahl des richtigen Modells und der optimalen Skilänge.

Sicherheit geht vor: Bindung muss richtig eingestellt sein

Um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten, ist eine korrekte Bindungseinstellung eminent wichtig. Im Sportfachhandel wird die Bindung von ausgebildeten Fachkräften montiert und für den Kunden passend eingestellt. Die korrekte Bindungseinstellung wird mit einem elektronischen Prüfgerät kontrolliert. Dies kann beim Onlinekauf nicht erfolgen. Somit kommen erhöhter Zeitaufwand und weitere Kosten für Montage und Einstellung der Bindung hinzu.

Sportfachhandel punktet mit Zusatzangeboten

Zudem erhalten Kunden im Sportfachhandel auf Wunsch auch eine fachkundige Beratung zu sämtlichen Zusatzartikeln wie Helmen, Skischuhen, Skistöcken, Brillen, Protektoren und Bekleidung. Zur umfangreichen persönlichen Beratung gehören außerdem Zusatzangebote wie Skiversicherungen sowie die Betreuung bei etwaigen Reklamationen oder Garantieansprüchen.

 Erstklassiger Service durch 1.200 DSV aktiv-Partnersportgeschäfte

 Durch umfangreiche Schulungen zum Thema Materialkunde und Bindungseinstellung wird gewährleistet, dass die ausgebildeten Fachverkäufer im Sportfachhandel über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Technik informiert sind. Viele Fachgeschäfte verfügen zudem über eine von DSV aktiv geprüfte Profi-Skiwerkstatt, die eine qualifizierte Bindungseinstellung und -prüfung mit einem elektronischen Bindungsprüfgerät ermöglicht.

Kostenfallen beim Internetkauf

Viele Onlineshops locken potenzielle Kunden mit günstigen Preisen. Hinter dem vermeintlichen Schnäppchen im Netz versteckt sich dann oft das Vorjahresmodell und ist somit von Haus aus günstiger. Vorsicht: Eine Bestellung kann für den Kunden unerwartet teurer werden. Neben den Versandkosten fallen auch Zusatzkosten für die fachkundige Montage und Einstellung der Bindung an. Manche Online-Händler bieten diese aber auch kostenlos an. Der Blick in die AGBS lohnt da auf jeden Fall. Aber die Bindung ist nicht auf einen persönlich eingestellt. Die Sicherheitseinstellung muss meist vor Ort mit dem Skischuh noch durchgeführt werden. So kommen noch zusätzliche Kosten und Zeitaufwand obendrauf.

Skier müssen zum Fahrstil passen

 Außerdem ist der Kunde bei der genauen Auswahl des gewünschten Modells im Internet auf sich allein gestellt. Wer Fragen hat, muss zum Telefonhörer greifen. Einige Händler bieten im Netz auch sogenannte Ski-Konfiguratoren an, bei denen Kunden Skier, Schuhe und Bindungen als Set zusammenstellen können. Doch auch hier muss der Kunde selbst entscheiden.

Besondere Vorsicht gilt bezüglich der Kompatibilität der Ausrüstungsgegenstände: Skibindung und Skischuh sollten immer zueinander passen und individuell auf den Kunden eingestellt sein. Beim Kauf im Internet ist das Risiko um ein Vielfaches höher, dass Skibindung und Skischuhe nicht kompatibel sind und die Sicherheitsbindung falsch bzw. gar nicht eingestellt ist. Die Folge: Die Bindung löst im Falle eines Sturzes im entscheidenden Moment möglicherweise nicht oder falsch aus.

Zudem muss bei der Online-Bestellung nicht selten per Vorkasse gezahlt werden. Kommt es bei der Lieferung zu einer Beschädigung der Ski oder weist das ausgewählte und bestellte Produkt versteckte Mängel auf, können Probleme bei Garantieansprüchen auftreten. In solchen Fällen, aber auch bei später auftretenden Problemen oder Service-Ansprüchen, fehlt oft ein fester Ansprechpartner, der dem Kunden bei einem Kauf im Sportfachhandel immer zur Seite steht.

 

 

Bild: Shutterstock

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